Musterprozess gegen 20-jährigen Computer-Hacker in Los Angeles

11. November 2005, 10:25
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Mit Spam-Flut Internet-Nutzer belästigt und Kasse gemacht

Die US-Justiz geht in einem Musterverfahren gegen einen Computer-Hacker vor, der mit einer Flut von unerwünschten E-Mails ("Spams") Internet-Nutzer belästigt, 400.000 Computer verseucht und dabei auch noch ordentlich Kasse gemacht haben soll. Der 20-jährige Jeanson Ancheta wurde am Donnerstag (Ortszeit) festgenommen und muss nach Angaben der Justizbehörden in Los Angeles im Falle eines Schuldspruchs in allen Anklagepunkten mit einer Haftstrafe bis zu 50 Jahren rechnen.

Attacken

Ancheta soll unter anderem den Rechner des US-Marine-Zentrums Naval Air Warfare in China Lake im Bundesstaat Kalifornien attackiert haben. Die Spam-Nachrichten Anchetas dringen der Anklage zufolge in Computer-Anlagen ein und nutzen deren Rechnerleistung, um weitere Anlagen zu attackieren.

Deckung

Bezeichnenderweise nutzte der Hacker den Code-Namen Trojanisches Pferd ("Trojan horse"). Ancheta soll Nutzern einerseits die Möglichkeiten zur Versendung von Spams, gleichzeitig aber auch Mittel zur Abwehr von Spam-Attacken zum Verkauf angeboten haben. Insgesamt habe er damit etwa 60.000 Dollar (rund 50.000 Euro) kassiert. (APA)

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