HSV souverän, Stuttgart desaströs

29. November 2005, 13:59
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Hanseaten nach 2:0 einsame Spitze in Gruppe A - Bittere Heim-Niederlage für Stranzl-Klub gegen Donezk - Erfolg für Pogatetz

Hamburg/Stuttgart - Der Hamburger SV gab sich am Donnerstagabend am zweiten Spieltag der UEFA-Cup-Gruppenphase gegen Viking Stavanger keine Blöße und gewann hochverdient mit 2:0 (1:0). Es war der zweite Sieg des HSV nach dem 1:0 bei CSKA Sofia, der sich damit in der Gruppe A mit sechs Punkten alleine Rang eins und wohl auch schon das Weiterkommen sicherte. Die auswärts harmlosen, sehr defensiven Norweger, die dank der Auswärtstorregel bei 2:2 die Wiener Austria eliminiert hatten, waren mit dem Ergebnis noch sehr gut bedient, sie hätten weit höher verlieren können.

Es dauerte bis zur 21. Minute, ehe die klar dominierenden Gastgeber vor 37.521 Zuschauern in der heimischen AOL-Arena durch Rafael van der Vaart nach idealer Vorarbeit von Trochowski in Führung gingen. Es war das vierte UEFA-Cup-Tor des niederländischen Starspielers im laufenden Bewerb. Nach etlichen weiteren guten Chancen (u.a. Barbarez, van der Vaart) glückte Benjamin Lauth in der 65. Minute nach einer Flanke von Mahdavikia mit dem Kopf das 2:0.

Die Gäste, die beim 1:2 in Wien die Gastgeber durch einen erfolgreichen Tausendguldenschuss von Nygaard in der 12. Minute schließlich entscheidend geschockt hatten, feuerten in Hamburg ihren ersten Torschuss erst in der 77. Minute ab. Daheim sind die Wikinger ja, wie u.a. das jeweilige 1:0 gegen die Austria und Monaco bewiesen, ein anderes Kaliber.

Rückschlag für Stuttgart

Für den VfB Stuttgart gab es am Donnerstag einen herben Rückschlag. Die Schwaben mussten sich im heimischen Gottlieb Daimler-Stadion Schachtjor Donezk mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Damit fiel der VfB, bei dem Martin Stranzl auf der rechten Seite in der Viererkette eine vor allem nach vorne akzeptable Leistung bot, in der Gruppe G hinter den ukrainischen Meister (sechs Punkte) und Rapid Bukarest auf Rang drei (jeweils 3 Punkte) zurück.

Der Brasilianer Fernandinho köpfelte in der 31. Minute beim ersten nennenswerten Konter der Gäste das Führungstor. Die Stuttgarter, die in der ersten Runde in Rennes 2:0 gewonnen hatten, kamen gegen die gut organisierte Abwehr der Gäste nur zu wenigen seriösen Möglichkeiten. Zwei davon bereitete Stranzl vor, in der 49. Minute verfehlte aber Tomasson sein ideales Zuspiel und in der 82. köpfelte Streller nach seiner Flanke etwas zu schwach.

Erfolgreicher waren die Ukrainer. Nachdem Matuzalem in der 64. Minute allein vor Hildebrand-Ersatz Heinen gescheitert war, machte es der eingewechselte Marica in der 88. Minute besser. Kurz vorher eingewechselt, ließ er nach einem Superpass von Timoschuk dem VfB-Keeper keine Chance. Nach dem Schlusspfiff wurde die Trapattoni-Elf vom Gros der 15.200 Zuschauer mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet.

Pogatetz mit Middlesbrough erfolgreich

Für einen klaren Sieg sorgte Middlesbrough mit Emanuel Pogatetz (90 Minuten im Einsatz). Die Engländer fertigten daheim Dnjepro Dnjepropetrowsk mit 3:0 (1:0) ab und sind in der Gruppe D mit sechs Punkten und 4:0 Toren Spitze. Der Australier Viduka traf gegen die Ukrainer mit einem Doppelschlag (50./56.), der Nigerianer Yakubu Ayegbeni hatte die Gastgeber in der 36. Minute in Führung geschossen.

Ohne den verletzten Thomas Prager erreichte Heerenveen daheim gegen den regierenden UEFA-Cup-Sieger ZSKA Moskau ein mehr als verdientes 0:0 und hat nach zwei Runden in der Gruppe F zwei torlose Remis erreicht. Marseille (diesmal spielfrei) liegt vor Lewski Sofia (beide je drei) und Heerenveen voran.

Racing Straßburg, in der Qualifikation für die Gruppenphase mit dem Gesamtscore von 7:0 gegen den GAK erfolgreich, führt in der Gruppe E mit dem Maximum von sechs Zählern (diesmal 2:0 gegen Tromsö). In der französischen Meisterschaft haben die Elsässer in 13 Runden auch nur sechs Punkte (für sechs Remis) erkämpft. Rapid-Opfer Lok Moskau (0:0 in Palermo) eroberte in der Gruppe B den ersten Punkt und Zenit St. Petersburg (glücklich gegen Pasching erfolgreich) unterlag in der Gruppe H bei Bolton Wanderers 0:1 und hält nach zwei Runden bei drei Punkten. (APA)

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    Die HSV-Schützen: Lauth und van der Vaart.

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    Ein bitterer Abend für den VfB Stuttgart und Coach Trapattoni.

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