NÖ: Arzt fälschte Befunde für Frühpensionen

4. November 2005, 15:10
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Komplize packte aus - Ermittlungen in 25 Fällen

Wien - Ein Betrugsskandal, bei dem in 25 Fällen ein praktischer Arzt gefälschte Befunde für Frühpensionen ausgestellt haben soll, ist in Niederösterreich aufgeflogen. Das meldet der "Kurier". Demnach wird in 25 Fällen ermittelt.

Jahrelang soll der Arzt, der von einem Komplizen belastet wird, mit professionell verfälschten Befunden die Pensionsversicherungen getäuscht haben. Der Komplize, ein Computerspezialist, bekam dafür laut dem Bericht vom Doktor offizielle Befunde anderer Patienten, Ärztebriefe und Dokumente von Röntgenuntersuchungen oder Spitälern und baute diese am Computer um.

Honorare von 3.000 bis 12.000 Euro

Dieser Computerspezialist packt im "Kurier" aus. Man habe die Pensionskandidaten außerdem in "stundenlangen Sitzungen auf die Vorsprachen bei der Versicherung vorbereitet" und ihnen beigebracht, "wie sie sich bewegen müssen, was sie zu sagen haben oder ob sie mit leidender Stimme sprechen sollten". Das Honorar für die gefälschten Befunde reichte von 3.000 bis 12.000 Euro.

Aufgeflogen ist das Ganze laut "Kurier", als der Arzt einem Polizisten - der von den Machenschaften gewusst haben musste - die Hilfe verweigerte, ebenfalls früher in Pension gehen zu können. Aus Ärger zeigte der Beamte die beiden Männer an. (APA)

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