Motörhead-Chef Lemmy fordert Legalisierung von Heroin

7. November 2005, 17:04
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"Der einzige Weg", die Probleme in den Griff zu kriegen

London - Heavy-Metal-Star Lemmy von der Gruppe Motörhead hat die Legalisierung von Heroin gefordert. "Ich hasse die Idee, aber ich glaube, das ist der einzige Weg, die Probleme mit Heroin in den Griff zu kriegen", sagte er vor einer Versammlung von konservativen Politikern in seiner Heimat Wales. "Wenn es Heroin legal auf Rezept gäbe, dann würden mindestens zwei Drittel der Dealer verschwinden, und man wüsste, wer das Zeug nimmt."

Das Drogenproblem nannte er eine "Seuche". "Ich habe niemals Heroin genommen, aber ich kenne viele Junkies. Ich habe auch mal mit einer jungen Frau zusammengelebt, die Heroin ausprobierte, um zu sehen, wie es wirkt - es brachte sie drei Jahre später um."

Zu den Tory-Politikern, die Lemmy alias Ian Kilminster am Donnerstag in das walisische Parlament zu einer Diskussion über Drogen eingeladen hatten, sagte er: "Ihr habt es mit schärferen und noch schärferen Gesetzen versucht, aber das hat nichts gebracht - und warum? Weil man die Leute nicht von etwas abhalten kann, was ihnen Spaß macht." Wenn ein Junkie regelmäßig mit sauberem Stoff versorgt würde, könnte er gut ein geregeltes Leben führen. (APA/dpa)

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