Architektur für die Erinnerung

3. November 2005, 17:25
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Wien - Der Themenherbst "Der Widerstreit der Erinnerungen", veranstaltet von IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften und Sigmund Freud Privatstiftung, stellt die Frage nach dem Umgang mit der jüngeren Vergangenheit für Österreich. Die nächste Veranstaltung in diesem Zusammenhang ist die zweiteilige Gesprächsreihe "Erinnerungslandschaften" mit den Architekten Karl Peyrer-Heimstaett und Christoph Schwarz (Wien) sowie Peter Eisenman (New York):

Architektur für die Erinnerung

8. November 2005, 18.00 Uhr c.t.
Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien.
Karl Peyrer-Heimstaett und Christoph Schwarz: Architektur für die Erinnerung "Die Architekten des Besucherzentrums der Gedenkstätte Mauthausen sprechen an diesem Abend über ihre Überlegungen zur Errichtung von Bauwerken für die Erinnerung. Das Besucherzentrum soll die Aufmerksamkeit auf das legen, was in der Gedenkstätte nicht mehr sichtbar oder nicht mehr imaginierbar ist. Der denkmalpflegerisch konservierte Ort des Geschehens wird nun mit einem Gebäude der Gegenwart und seinen Funktionen konfrontiert. Diese Dialektik der beiden Baubestände zeigt die Erinnerungskultur unserer Zeit, da die Beschäftigung mit der Geschichte - bedingt durch die historische Distanz und veränderte Gesellschaft - zunehmend auf analytische Weise erfolgt."

Memorial, Memory and Language after the Holocaust

11. November 2005, 18.00 Uhr c.t.
Rathaus, Steinsaal II, Stiege 2, Lichtenfelsgasse 1, 1010 Wien.
Peter Eisenman: Memorial, Memory and Language after the Holocaust "Der renommierte New Yorker Architekt Peter Eisenman versucht traditionelle Konzepte von Architektur zu überwinden und eine Neuorientierung architektonischer Präsenz anzuregen. Der Versuch, das Sein vom Optischen reiner Präsenz zu trennen, um die Erinnerung und das Unbewusste einzuführen, hat durch die Idee der Ausblendung der zeitlichen Präsenz im Konzept der "differance" aufschlussreiche Konsequenzen für die Architektur. Peter Eisenman wurde 2005 in Deutschland vor allem durch das vieldiskutierte Holocaust-Mahnmal "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" in Berlin bekannt. Das Gespräch findet auf Einladung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek statt und wird in englischer Sprache abgehalten." (red)

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