Iranische Exilopposition plant Großdemo gegen Ahmadinejad in Brüssel

5. November 2005, 11:02
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"Kriegshetzerei" des Präsidenten verurteilt - 260 Abgeordnete für Streichung der Volksmujaheddin von Terrorliste

Brüssel - Die iranische Exilopposition plant kommenden Montag eine Großdemonstration am Rande des EU-Außenministerrats in Brüssel gegen die "Kriegshetzerei" von Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad. Nach Angaben der Organisatoren werden bis zu 30.000 Teilnehmer erwartet, um gegen die jüngsten Israel-feindlichen Aussagen Ahmadinjads zu protestieren, teilte der Iranische Widerstandsrat am Donnerstag mit. Die Drohung von Ahmadinejad in der Vorwoche, Israel "von der Weltkarte radieren" zu wollen, hatte weltweit für Protest und Empörung gesorgt.

Die Präsidentin des Widerstandsrats, Maryam Rajavi, bezeichnete die Bemerkungen Ahmadinejads in einer Presseerklärung als "Aufstachelung zum Kreuzzug gegen die Weltgemeinschaft". Dies mache eine dringende Reaktion und ein entschlossenes Handeln auf internationaler Ebene notwendig. "Wenn so ein Regime seine atomaren Ambitionen in die Tat umsetzen kann, entwickelt sich zu einer Weltkatastrophe", warnen die Organisatoren der Demonstration. Sie verlangen eine sofortige Befassung des UNO-Sicherheitsrates mit dem Atomstreit.

Streichung von der Terrorliste

Der Iranische Widerstandsrat ist der politische Arm der Volksmujaheddin, die von der EU und den USA als terroristisch eingestuft werden. Zu den Forderungen der Organisatoren gehört auch, dass die Volksmujaheddin von der Terrorliste gestrichen werden. Nach Angaben der Europaabgeordneten Paolo Casaca und Struan Stevenson haben 260 Abgeordnete von nationalen Parlamenten und des Europaparlaments eine Resolution unterzeichnet, welche die Forderungen der iranischen Exilopposition unterstützt. Zu den Unterzeichnern gehören auch die österreichischen EU-Parlamentarier Karin Resetarits und Reihhard Rack. (APA)

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