Rotes Kreuz will Berichte über CIA-Geheimgefängnisse prüfen

20. November 2005, 19:14
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Sprecherin: Zugang zu Häftlingen wichtige humanitäre Aufgabe des IKRK

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) will Berichte über angebliche Geheimgefängnisse des US-Geheimdienstes CIA in Europa untersuchen. Das sagte IKRK-Sprecherin Antonella Notari am Freitag im französischsprachigen Radio der Schweiz. "Wir müssen die Verhältnisse überprüfen können, unter welchen Umständen Menschen gefangen gehalten werden", sagte Notari. Das IKRK habe aber bisher noch keine weiter gehenden Informationen.

Die Zeitung "Washington Post" hatte berichtet, der US-Geheimdienst unterhalte mehrere geheime Gefängnisse für mutmaßliche Terroristen in einigen osteuropäischen Staaten sowie in Asien. Vor allem wichtige Mitglieder der Terrororganisation Al-Kaida seien hier verhört worden. Nach den Bestimmungen der Genfer Konventionen steht dem IKRK ein Zugangsrecht zu Häftlingen zu, die als Kriegsgefangene eingesperrt sind. IKRK-Präsident Jakob Kellenberger hatte wiederholt schwere Menschenrechtsverletzungen der US-Armee in Guantanmo und Abu Ghraib kritisiert. (APA/dpa)

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