Vivendi überrascht Märkte dank starker Telekom-Sparte

9. November 2005, 09:50
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Reißende Nachfrage nach Videospielen

Der französische Medienkonzern Vivendi Universal hat dank der starken Entwicklung seiner Telekom-Sparte und der reißenden Nachfrage nach Videospielen im dritten Quartal einen höheren Umsatz als erwartet erzielt. Die Erlöse seien in den drei Monaten um zwölf Prozent auf 4,874 Mrd. Euro geklettert, teilte Vivendi am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt etwa 90 Mio. Euro weniger erwartet.

"World of Warcraft"

Den schwachen Verlauf in der Musik-Sparte glichen die Ergebnisse der beiden Telekomtöchter SFR und Maroc Telecom aus. Die Erlöse in dem Geschäftsbereich Videospiele legten um 151 Prozent zu, was unter anderem den Verkaufsschlagern "World of Warcraft" und "The Incredible Hulk: Ultimate Destruction" zu verdanken war.

Der zu Vivendi gehörende Bezahl-Fernsehsender "Canal Plus" verbuchte ein Umsatzwachstum von zwei Prozent. Der Sender, der exklusive Übertragungsrechte an französischen Fußball-Spitzenspielen bis 2008 hält, konnte zudem 150.000 neue Abonnenten zwischen Juli und September gewinnen.

Umsatzminus bei Universal Music

Die Erlöse von SFR, Frankreichs zweitgrößtem Mobilfunkanbieter, legten um etwa 20 Prozent zu auf 2,236 Mrd. Euro. Maroc Telecom steigerte den Umsatz um 18 Prozent. Die Musiksparte Universal Music Group verbuchte hingegen ein Umsatzminus von vier Prozent.(APA)

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