Letzte Marktlücke gefüllt: Pornos für iPod

19. Dezember 2005, 13:45
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Die "erotische Unterhaltung für Erwachsene" ist überall - im Internet, am Handy auch auf der PSP und nun auch auf dem iPod

Eine der letzten großen Marktlücken der Porno-Branche wurde nun geschlossen - nachdem Pornografie faktisch alle Bereiche des elektronischen Lebens erobert hat, wurden nun auch die tragbaren Multimediageräte als Plattform eingenommen.

Video-iPod

Das Internet ist voll mit einschlägigen Seiten der "Unterhaltung für Erwachsene", auf seinem Handy kann man neben dem "Strip zum Tag" auch - dank UMTS - Filme und Bilder ansehen und auch Sony zeigte sich "Not amused" als bekannt wurde, dass das neue UMD-Format für seine tragbare Spielekonsole PSP zum "Porno-Medium" wurde. Nun hat auch Apple den Weg geöffnet, wenn wohl nicht unbedingt mit dieser Absicht, und seinen iPod nun auch dem Porno-Business zugänglich gemacht. Kaum war der neue Video-iPod vorgestellt - der WebStandard berichtete - kamen auch schon die ersten Ankündigungen.

"Porno-iPod"

Ein Usenet-Videograbber-Service will an den Erfolg von Apple anschließen - dem Unternehmen gelang es innerhalb eines Monats rund eine Million Videos zu verkaufen - und bietet Pornos für den iPod an. Die Hardware und auch die Software von Apples mobilen Videoplayer zeigten sich als nahezu prädestiniert für das Geschäft mit dem Sex: Der Video-iPod ist mit einem besonders effizienten H.264-Codec bestückt, der weit bessere Komprimierungen und Qualitäten als XVid oder DivX ermöglicht und dazu noch nicht so weit verbreitet ist.

Usenet for Dummies für Sex

Einige neue Dienste haben es sich zum Ziel gesetzt, die komplizierte Usenet-Struktur gegen eine monatliche Gebühr auch nicht so technisch versierten UserInnen zu öffnen. Das Usenet ist eine Plattform des Internet, die älter als das WWW und eigentlich kostenlos ist. Doch hat die Forenstruktur einige Schwierigkeiten für "normale" UserInnen zu bieten. Die Kommunikation läuft per E-Mail ab, Daten werden in kleine Teile zerlegt und müssen dann händisch wieder zusammengefügt werden. Trotz dieser technischen Herausforderungen erlebt das Usenet eine wahre und unerwartete Renaissance - die Gründe dafür liegen vor allem in den Bemühungen der Musik- und Filmindustrie dem illegalen Handel mit Kopien Einhalt zu gebieten.

Es geht los

Bei den diversen Anbietern ist nun zu lesen, dass UserInnen bald Videos, die im iPod MPEG-4/AVC-Format bereit stehen, auf ihre Player laden können. In "freiwilliger Selbstbeschränkung" hat einer der Dienste angekündigt nur den Download von Filmen auf Dateien mit weniger als 70 Minuten Lauflänge zu ermöglichen um so möglichen Verfolgungen wegen Copyright-Verstößen auszuweichen. Allerdings dürfte dies wenig nutzen, sind doch die derzeit beliebtesten Formate auf den Usenet-Seiten aktuelle US-Fernsehserien, die ohne entsprechende Rechte herunter geladen werden können.(red)

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