"Christmas in Vienna" mit pannonischer Note

9. November 2005, 00:44
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Konzerthaus-Termin mit Hampson, Humperdink, Stolz und Stricker

Wien - Alle Jahre wieder steht - mit zwei Ausnahmen - seit 1992 "Christmas in Vienna" am vorweihnachtlichen Kulturprogramm der Bundeshauptstadt. Zum ersten Mal leitet heuer Star-Bariton Thomas Hampson das Konzert am 3. Dezember im Wiener Konzerthaus, das unter dem Motto "Weihnachtsklassiker und ausgesuchte Raritäten" von Mozart bis Schönberg steht. Weiters dabei: Sopranistin Ildiko Raimondi, der burgenländische Geiger Toni Stricker, die Wiener Sängerknaben und das Radio-Symphonieorchester unter der Leitung von Manfred Honeck.

"Eine Wiener Angelegenheit"

"'Christmas in Vienna' soll eine Wiener Angelegenheit sein", sagte Neo-Leiter Hampson bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Es wird nichts in Englisch gesungen", meinte der Wahlösterreicher weiters. Er wolle sich entsprechend schwerpunktmäßig auf "österreichisches Flair" konzentrieren. "Sehr glücklich" zeigte sich auch Ildiko Raimondi, die bereits zum dritten Mal dabei ist.

"Einen Herzenswunsch" erfülle sie sich diesmal mit einem vergessenen "Stille Nacht, heilige Nacht" von Robert Führer. "Er war ein Sozialfall, ein Alkoholiker, und ist zwar in Prag am Beginn des 19. Jahrhunderts geboren, aber in Wien gestorben". Auch das aus Rumänien stammende Staatsopern-Mitglied Raimondi sieht sich als Wahlwienerin, "obwohl ich noch immer keinen grammatikalisch richtigen Satz hervor bringe".

"Abendsegen"

Hampson wird solo "Schlafendes Jesuskind" von Hugo Wolf, und "Ein Weihnachtslied"von Wilhelm Kienzl singen. Raimondi interpretiert solo "Ave Maria" von Robert Stolz, und gemeinsam mit den Sängerknaben das Hallelujah aus "Regina coeli" von Mozart, sowie das Lied des Weihnachtsengels aus dem Weihnachtsmärchenspiel "In Knecht Rupprechts Werkstatt" von Kienzl.

Toni Stricker bietet seine typischen, pannonischen Weisen mit der Geige dar, und zum Finale gibt es den "Abendsegen" aus Engelbert Humperdinks "Hänsel und Gretel" von allen. Stricker: "Ich freue mich sehr, meine Musik einbringen zu können, auch wenn sie dagegen sehr exotisch wirkt". (APA)

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