Bartenstein: "Lehrstellenlücke deutlich kleiner"

3. November 2005, 14:59
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Zahl der Beschäftigten um 1,2 Prozent gestiegen - "Vollausbau" der Regierungsmaßnahmen werde im zweiten Quartal 2006 erreicht

Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) sieht den höchsten Oktober-Arbeitslosenwert in der Zweiten Republik als Folge der "verhaltenen konjunkturellen Entwicklung und des Beschäftigungsrückganges in der Sachgütererzeugung".

Dazu komme, dass die steigende Beschäftigung im Fremdenverkehr auch zu erhöhter Saisonarbeitslosigkeit führe sowie eine deutlich höhere Arbeitslosigkeit im Handel. Positiv habe sich hingegen der Lehrstellenmarkt entwickelt, wo die Lücke "deutlich kleiner" geworden ist, so Bartenstein am Donnerstag in einer Aussendung.

Mehr Beschäftigte

Er verwies auf das Plus von 1,2 Prozent bei der Zahl der Beschäftigten. Demnach beträgt die vorläufige Zahl der unselbstständig Beschäftigten 3,266.266 (ohne geringfügige Beschäftigungsverhältnisse). Das bedeutet einen Anstieg von 37.799 Personen gegenüber dem Oktober 2004.

Die Gewerkschaft hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass der Beschäftigungsanstieg eine Folge der vermehrten Teilzeitbeschäftigung sei. In den Jahren 2000 bis 2003 seien 65.000 neue Teilzeitjobs entstanden - im selben Zeitraum seien allerdings 61.000 Vollzeitarbeitsplätze verloren gegangen, rechnete der ÖGB vor.

"Unternehmen Arbeitsplatz"

Bartenstein betonte, das die Bundesregierung im Rahmen des Beschäftigungsförderungsgesetzes mit der Initiative "Unternehmen Arbeitsplatz" eine Qualifizierungs- und Beschäftigungsoffensive für mehr als 60.000 Personen zusätzlich gestartet habe. Dafür werden aus dem Budget 285 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

"Auf Grund dieser Initiative können bereits jetzt mehr Personen qualifiziert werden: Im Oktober 2005 nahmen 52.998 Personen an Schulungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice teil, der Bestand der Teilnehmer/innen lag somit um 4.006 über dem Oktober des Vorjahres.

Zusätzliche Maßnahmen der Initiative "Unternehmen Arbeitsplatz" in den Schwerpunkten Jobchance Pflegeberufe, Frauensonderprogramm Jobsforyou und das Kombilohnmodell starten ab Jänner 2006. Der 'Vollausbau' dieser Maßnahmen wird im 2. Quartal 2006 erreicht", so der Wirtschaftsminister. (APA)

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