Plassnik begrüßt Ausrufung des 27. Jänner als Holocaust-Gedenktag

3. November 2005, 11:52
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"Ein wichtiges Signal für die Zukunft"

Wien - Außenministerin Ursula Plassnik hat die Ausrufung des 27. Jänner zum Internationalen Tag im Gedenken der Opfer des Holocaust durch die UNO-Generalversammlung begrüßt. "Die internationale Staatengemeinschaft hat mit dieser Resolution ein wichtiges Signal für die Zukunft gesetzt. Die Erinnerung an den Holocaust und die Erziehung unserer jungen Generation sind die Voraussetzung, dass sich die Schrecken des Holocaust nie wiederholen." Das erklärte Plassnik laut einer Aussendung des Außenamtes.

Wissen und Bewusstsein über die Verbrechen der Vergangenheit und die Erziehung zur Toleranz seien die Voraussetzung, dass sich jeder Einzelne in Freiheit und Sicherheit verwirklichen könne. In diesem Sinn sei Österreich ein aktives Mitglied der "Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance, and Research", so Plassnik. Die Regierungen und Organisationen haben sich dabei zur Umsetzung von nationalen Programmen zur Unterstützung von Bildung und Forschung auf dem Gebiet des Holocaust und des Gedenkens verpflichtet.

Bedeutung der Erziehung

Plassnik erinnerte an die Worte Simon Wiesenthals vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen, als er anlässlich des "Jahres der Toleranz" 1995 sagte: "Hass ist die böse Alternative zur Toleranz - er führt zu radikalen Worten, denen radikale Taten folgen." Gerade Wiesenthal habe die Bedeutung der Erziehung unserer Jugend zeitlebens betont.

Mit der einstimmigen Annahme der Resolution hat die UNO-Generalversammlung den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Jänner als Gedenktag festgesetzt. Österreich zählt zu den mehr als 100 Miteinbringern der von Israel initiierten Resolution, die die Schaffung von Erziehungsprogrammen fordert und jegliche Leugnung des Holocaust sowie alle Formen religiöser und ethnischer Intoleranz verurteilt, heißt es in der Aussendung weiter. UNO-Generalsekretär Kofi Annan wird ersucht, Maßnahmen zur Mobilisierung der Zivilgesellschaft für das Thema Holocaust zu ergreifen. (APA)

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