Österreicher-Vereine mit Heimvorteil

3. November 2005, 21:00
3 Postings

Bleibt Trio abermals unbesiegt, steigen Aufstiegschancen - Pogatetz-Trainer optimistisch: "Boro kann weit kommen"

Wien - In der zweiten Runde der Gruppen-Phase des Fußball-UEFA-Cups könnten am Donnerstag die drei Vereine mit ÖFB-Legionären jeweils vor eigenem Publikum ihre Aufstiegsambitionen unterstreichen. Emanuel Pogatetz' FC Middlesbrough (Gruppe D) tritt gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk, Thomas Pragers SC Heerenveen (F) gegen Titelverteidiger ZSKA Moskau und Martin Stranzls VfB Stuttgart (G) gegen Schachtjor Donezk an.

Die Engländer (1:0 Grasshoppers), Niederländer (0:0 Dinamo Bukarest) und Deutschen 2:0 (Stade Rennes) waren zum Auftakt jeweils in der Fremde ungeschlagen geblieben. Gelingt eine ähnliche Bilanz auch diesmal, würde das Trio schon gute Karten auf einen der ersten drei Pool-Plätze haben. In zwei Fällen stehen die Gegner der Ösi-Klubs schon unter Druck. Dnjepr, in der vorigen Saison einziger UEFA-Cup-Bezwinger von Austria Magna, startete mit einem Heim-1:2 gegen AZ Alkmaar und ZSKA Moskau begann zu Hause gegen Olympique Marseille mit 1:2.

Aber nicht nur diese Niederlage macht es für den SC Heerenveen, der in der ersten Saison der UEFA-Cup-Gruppen-Phase (2004/05) erst in der Runde der letzten 32 scheiterte, besonders schwer. Die Russen kommen mit der Roten Laterne ins Land der Tulpen und wollen diese unbedingt los werden. Die beiden Vereine standen einander noch nie gegenüber, für die Gastgeber ist es eine doppelte Premiere, sie haben überhaupt noch nie gegen einen russischen Klub gespielt.

Auch Middlesbrough sollte sich vor den Ukrainern, die heuer in der ersten Runde auf britischem Boden schon unbesiegt (0:0 in Edinburgh gegen Hibernian) blieben, in Acht nehmen. Die Gäste haben sich vorige Woche von ihrem Langzeit-Coach Jewgeni Kuscherewski getrennt, der interimistische Nachfolger Wadim Tischtschenko könnte den vielstrapazierten Trainereffekt auslösen und den Spielern Beine verleihen. Boro-Trainer Steve McLaren lässt das kalt: "Wir haben nun ein Team mit Zukunft, sind stärker als vorige Saison und sicher, noch sehr weit zu kommen."

Zwischen den Stuttgartern und Schachtor Donezk geht es in der G-Gruppe im direkten Duell um die Tabellenführung. Die Schwaben, die wie ihr Trainer Giovanni Trapattoni seit Saisonbeginn wegen dürftiger Resultate unter Zugzwang stehen, sind Spitzenreiter, die Ukrainer, die mit einem 1:0-Heimerfolg gegen PAOK Saloniki als Referenz kommen, Zweiter. Die Deutschen und die Ukrainer sind in einem UEFA-Europacup-Bewerb noch nie aufeinander getroffen.

Neben drei Österreicher-Vereinen sind auch die Bezwinger der zwei ÖFB-Klubs im UEFA-Cup gut unterweges. Die "Wikinger" aus Stavanger, die Austria stoppten, bestreiten auswärts gegen den HSV den Schlager der Gruppe A. Die Norweger begannen mit einem 1:0 gegen AS Monaco, die Deutschen mit dem gleichen Ergebnis auswärts gegen ZSKA Sofia. RC Straßburg, der Liebherr GAK eliminierte und zuletzt in Basel 2:0 siegten, sollte im Pool E mit einem Heimsieg gegen Tromsö IL (zum Auftakt 1:2 daheim gegen AS Roma) die Tabellenführung erfolgreich verteidigen. (APA)

Share if you care.