Neuer Blackberry setzt auf "Intel inside"

12. Juni 2006, 16:17
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Schnellere Datentechnik für neues E-Mail-Handy 8700

Der Blackberry, trotz mannigfaltiger Konkurrenz das wahrscheinlich populärste E-Mail-Handy für Manager, des kanadischen Herstellers RIM (Research in Motion) hat eine Überarbeitung erfahren. Ein neues Modell, das 8700, setzt äußerlich auf größere, leichter zu benutzende Tasten und ein wesentlich verbessertes Display. Trotzdem ist das neue Modell dünner und handlicher geraten. Innerlich hat RIM dem Blackberry einen Intel-Prozessor und mehr Speicher verpasst und ist für schnellere Datenübertragung (über EDGE, einer in Österreich nur von A1 angebotene Beschleunigung des GSM-Netzes) ausgestattet.

Konzessionen

Trotz einiger Konzessionen an den Telefongebrauch des E-Mail-Geräts (eigene Knöpfe, um ein Telefonat entgegenzunehmen - bisher etwas verwirrender Bestandteil der multifunktionellen Tastatur) hat RIM der Versuchung widerstanden, Accessoires wie Kamera oder MP3-Player einzubauen: Weiterhin wird das Gerät in erster Linie als mobiles E-Mail-Tool positioniert, nur im Bereich Telefonie soll es bisherige Defizite ausbügeln. Wann das Gerät nach Österreich kommt, ist derzeit offen, da es entsprechende Angebote von Betreibern voraussetzt.

Damoklesschwert

Indes hängt über RIM weiterhin das Damoklesschwert einer Patentklage, die dazu führen könnte, dass der E-Mail-Dienst in den USA eingestellt werden muss. Im bisherigen Gerichtsverfahren wurden Anträge von RIM zur Einstellung zurückgewiesen; eine bereits vereinbarte Einigung ist geplatzt, jetzt sind wieder die Gerichte am Zug. Sollte RIM, das die US-Patentansprüche als kanadische Firma zurückweist, das Verfahren verlieren, könnte dies sehr kostspielig oder existenzbedrohend werden, wenn der Blackberry-Dienst in den USA gestoppt werden muss. (spu, DER STANDARD PRintausgabe, 3. November 2005)

  • Artikelbild
    foto: rim
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