Verlegerin Aenne Burda ist tot

21. November 2005, 11:08
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96-Jährige baute den Modeverlag auf - "Burda Moden" wurde 1987 als erste westliche Zeitschrift in Russland verkauft

Ihre Schnittmusterbögen prägten Jahrzehnte der Nachkriegsmode: Aenne Burda ist mit 96 gestorben.

Nach Burdas Schnittmuster wuchs auch der gleichnamige Modeverlag. 1931 heiratete sie den Drucker und Verleger Franz Burda. 1949 übernahm sie einen kleinen Verlag und baute ihn zum größten deutschen Fachverlag für Modepublikationen aus. Burda avancierte zur bekannten Großverlegerin und prägte als eine von wenigen Frauen das deutsche Wirtschaftswunder.

"Burda Moden" erschien erstmals 1950. Zwei Jahre später begann die Produktion der noch heute bekannten Einzelschnittmuster. Spezialhefte und Titel wie "Carina", "Anna", "Verena" folgten. 1987 brachte sie "Burda Moden" als erste westliche Zeitschrift in russischer Sprache in der damaligen Sowjetunion auf den Markt. Inzwischen erscheint das monatliche Modemagazin in 89 Ländern und 16 Sprachen.

1994 wurde der Modeverlag Aenne Burda in den Burda-Medienkonzern integriert. Den Verlag übergab sie ihren drei Söhnen. Franz und Frieder verkauften an Hubert Burda, der den Konzern mit "Bunte" und "Focus" führt. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 4.11.2005)

  • Aenne Burda prägte mit ihrer Zeitschrift "Burda Moden" das
Modebewusstsein der Frauen in den 50er und 60er Jahren.
    foto: hubert burda media

    Aenne Burda prägte mit ihrer Zeitschrift "Burda Moden" das Modebewusstsein der Frauen in den 50er und 60er Jahren.

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