Stimmen: "So etwas kann vorkommen"

21. November 2005, 11:55
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Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): "Der Start war wie im Märchenbuch, aber leider haben wir mit dieser Führung nicht allzu viel anfangen können. Ob es beim Ausgleich eine Ecke war, weiß ich nicht. Der Linienrichter hat auf Abstoß entschieden. Wir haben auf alle Fälle nicht aufgepasst, aber so etwas kann vorkommen. Unverzeihlich ist hingegen der Fehler in der Mauer, die beim zweiten Gegentor aufgegangen ist. Das darf man sich in der Champions League nicht erlauben.

Brügge war weitaus besser als in Wien. Dennoch haben wir heute weitaus weniger Chancen gehabt als in Wien, haben aber zwei Tore gemacht. Das ist vielleicht der einzige kleine Trost, das wir in der Champions League erstmals Tore geschossen haben. Unser großes Ziel, den UEFA-Cup haben wir allerdings klar verpasst. Wir hätten in Wien gewinnen müssen, heute hat Brügge vor allem nach dem 3:1 sehr souverän gespielt. Im Abwehrverhalten müssen wir uns verbessern, da sind wir nicht so kompakt wie die Spitzenmannschaften in Europa."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Natürlich hätten wir heute gerne gewonnen. Wir sind super ins Spiel gekommen, haben dann aber Gegentore bekommen, die man in der Champions League nicht bekommen darf. Das waren Fehler, die uns nicht passieren dürfen - der Corner beim ersten Gegentor, der Freistoß durch die Mauer beim zweiten. Was soll man dazu sagen?"

Matthias Dollinger (Rapid-Mittelfeldspieler): "Wir haben uns genau so einen Start wie das 1:0 gewünscht. Der Trainer hat uns gesagt, auf die erste Stange zu flanken, weil dort die Schwächen von Brügge liegen. Wir haben dann leider den Faden verloren und blöde Tore bekommen. Und wenn man blöde Tore bekommt, dann kann man hier in Brügge nicht gewinnen. Es hilft nichts, wir müssen positiv bleiben, in der Meisterschaft gut weiterspielen. Immerhin haben wir heute die ersten zwei Tore in der Champions League gemacht."

Jan Ceulemans (Brügge-Trainer): "Das frühe 0:1 war schlimm. Es hat zehn Minuten gedauert, bis wir darauf reagieren konnten. Dann haben wir unsere erste Chance genützt. Wir haben nicht gut gespielt, hatten Schwierigkeiten mit Hofmann. Das 2:1 zur Pause war nicht ganz verdient, die zweite Hälfte war von uns besser. Normalerweise hätten wir das Spiel bei 3:1 ruhig nach Hause spielen müssen, aber in den letzten zehn Minuten ist es noch einmal schwierig geworden. Vielleicht haben wir in beiden Spielen gegen Rapid etwas mehr Glück gehabt." (APA)

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