Libyen: Keine Aufhebung von Todesurteil gegen Bulgarinnen

7. November 2005, 17:04
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Bericht über mögliche Freilassung als falsch zurückgewiesen

Dubai - Libyen hat einen Bericht über die mögliche Freilassung der 2004 zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern als falsch zurückgewiesen. Die fünf Bulgarinnen und ein ebenfalls zum Tode verurteilter palästinensischer Arzt sollen 426 Kinder in einer libyschen Klinik vorsätzlich mit dem HI-Virus infiziert haben, der die Immunschwäche-Krankheit Aids auslöst. Mindestens 40 der Kinder sind inzwischen gestorben.

"Es gibt kein Gesetz und auch keine Gesetzesvorlage für eine Aufhebung der Todesurteile und es gibt auch keine Pläne, dies bald zu tun", sagte ein hochrangiger Vertreter der libyschen Regierung am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Die arabische Zeitung "Ashark al-Ausat" hatte zuvor unter Berufung auf der libyschen Regierung nahe stehende Kreise berichtet, die bulgarischen Pflegekräfte und der palästinensische Arzt sollten im Gegenzug Geldstrafen zahlen. Diese Lösung hätten die USA und die Europäische Union (EU) vorgeschlagen, die die Todesurteile scharf kritisiert hatten. Das oberste Gericht Libyens will am 15. November seine Berufungsentscheidung über die Todesurteile bekannt geben. (APA/Reuters)

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