Demokraten drehen auf

4. November 2005, 09:51
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"Plamegate" wieder voll in der Öffentlichkeit

Washington - Mit einem politischen Paukenschlag hat der Fraktionsführer der Demokraten, Harry Reid, Dienstag die Aufmerksamkeit der US-Öffentlichkeit wieder auf die Geheimdienstaffäre rund um die enttarnte CIA-Agentin Valerie Plame gelenkt. Unter Berufung auf ein nur selten verwendetes Statut zwang er den Senat zu einer Geheimsitzung, bei der die Argumente der Regierung für den Irakkrieg durchleuchtet werden sollten. "Die Anklage gegen (den Ex-Stabchef von Vizepräsident Dick Cheney) Libby gibt uns ein Fenster, durch das wir sehen, worum es wirklich geht", erklärte Reid. Der Fraktionsführer der Republikaner, Bill Frist, schäumte vor Wut, weil er nicht ins Vertrauen gezogen wurde.

Nach mehr als zwei Stunden geheimer Sitzung hatten die Demokraten ein Zwischenresultat: Je drei demokratische und republikanische Senatoren müssen bis 14. 11. Bericht über Fortschritte des Geheimdienstausschusses erstatten, in der die Rolle des Weißen Hauses untersucht werden soll. (sdr, DER STANDARD, Print, 3.11.2005)

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