Fürstenfeld: Aufregung um Salzeinleitung in die Feistritz

3. November 2005, 20:48
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Fischer und Umweltanwaltschaften schlagen Alarm - dramatischer Fischrückgang - Behörde beruft sich auf gültige Bescheide

Graz/Eisenstadt - Fischer und Ökologen im steirisch-burgenländisch-ungarischen Grenzgebiet machen die Einleitung von stark salzhaltigem Wasser in die Feistritz für einen dramatischen Rückgang des Fischbestands verantwortlich und haben Protestmaßnahmen angekündigt. Das Abwasser soll täglich bis zu 70 Tonnen Salz enthalten und stammt aus der Fernwärmeversorgung Fürstenfeld. Die Fernwärmeversorgung arbeitet geothermisch, also unter Nutzung von Thermalwasser.

Betroffen ist nicht nur die Feistritz, sondern auch die Lafnitz, in die die Feistritz an der Landesgrenze mündet, sowie in der Folge auch die Raab, deren Nebenfluss die Lafnitz ist.

Die steirische Umweltanwältin Ute Pöllinger will beauftragte Untersuchungen abwarten und strebt dann ein Verfahren an. Der steirische Umweltlandesrat Manfred Wegscheider verweist jedoch auf zwei positive Gutachten, die zur Erteilung des Bescheides geführt hätten. Im Bereich der Einleitstelle in die Festritz würden rund 50 mg/l gemessen, deutlich unter dem Immissionsrichtwert von 100 g/l (Verordnung zur Begrenzung von Immissionen in Fließgewässern) und der Oberflächentrinkwasserverordnung mit dem Grenzwert von 200 mg/l. Es müsste also alles in Ordnung sein, so Wegscheiders Resümee.(APA)

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