Denver: Einwohner stimmten für Legalisierung von Marihuana

4. November 2005, 12:38
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54 Prozent der Einwohner gegen Strafen bei Kleinstmengen - US-Volksabstimmungen für mehr Auflagen für Tabak-Raucher

Denver - Die Einwohner der US-Metropole Denver haben sich in einem Referendum dafür ausgesprochen, den Besitz geringer Mengen Marihuana zu legalisieren. 54 Prozent der Wähler stimmten für einen entsprechenden Vorschlag, 46 Prozent sprachen sich dagegen aus.

Der neuen Verordnung zufolge soll Erwachsenen über 21 Jahre künftig der Besitz von maximal 29 Gramm Marihuana erlaubt sein. Nach den Gesetzen des Staates Colorado, dessen Hauptstadt Denver ist, bleibt Marihuana jedoch nach wie vor strafbar.

Volksabstimmungen in 40 Staaten

Bei mehreren Volksabstimmungen, die am Dienstag zeitgleich mit den Kongresswahlen stattfanden, wurden Bestrebungen zur Liberalisierung der Drogengesetze in vier Staaten verworfen. Nach den Ergebnissen vom Mittwoch billigten die Wähler in mindestens zwei Staaten weitere Auflagen und höhere Steuern für Raucher. Insgesamt fanden in 40 Staaten Volksabstimmungen über 202 Initiativen statt.

Erleichterung für Glücksspiel

Erleichterungen brachten die Volksabstimmungen für das Glücksspiel. In den Staaten Tennessee und North Dakota wurde die Errichtung einer staatlichen Lotterie genehmigt. Damit sind Glücksspiele nur noch in Utah und Hawaii verboten.

Vorlage für fair gehandelten Kaffee verworfen

Im kalifornischen Berkeley hatten die Wähler darüber zu befinden, ob in ihrer Gemeinde nur noch Kaffee aus biologischem Anbau verkauft werden sollte, dessen Lieferanten einen fairen Preis erhielten. Die Vorlage wurde mit einer Mehrheit von rund 70 Prozent verworfen, weil der Kaffe dadurch teurer geworden wäre. (APA)

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