Jüdische Gemeinde protestiert heute vor iranischer Botschaft in Wien

2. November 2005, 15:20
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Entrüstung über Israel-Aussagen Ahmadinejads - Kultusgemeinde richtete offenen Brief an Teherans Botschafter

Wien - Die Israelitische Kultusgemeinde protestiert gegen den iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad. In einem offenen Brief vom Mittwoch äußerten die offiziellen Repräsentanten der Wiener jüdischen Gemeinde ihre Entrüstung über die Aussagen Ahmadinejads, "Israel von der Landkarte zu löschen". Heute Mittwoch um 18.00 Uhr ist eine Protestversammlung vor der iranischen Botschaft in Wien (1030, Jauresgasse/Ecke Reisnerstraße) geplant.

"Während arabische und moslemische Staaten weltweit dazu übergehen, ihre Beziehung zu Israel grundsätzlich zu überdenken, während Israelis und Palästinenser endlich in einen zukunftsträchtigen Dialog eingetreten sind, verletzt die verantwortungslose Aufforderung zur Auslöschung Israels vorsätzlich die Charta der Vereinten Nationen und bedeutet eine Ächtung Ihres Landes innerhalb der Familie der Nationen dieser Welt", heißt es in dem Protestschreiben, das an den iranischen Botschafter gerichtet ist. Unterschrieben haben es der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, Vizepräsidentin Renate Erbst, Vizepräsidentin Esther Fritsch sowie Generalsekretär Avshalom Hodik.

Die Repräsentanten riefen Ahmadinejad dazu auf, "seine Deklarationen öffentlich zu widerrufen, die aktive Unterstützung des globalen Terrors einzustellen und das geheime Programm zur Entwicklung von Nuklearwaffen zu unterbinden."

Bei der Protestkundgebung vor der iranischen Botschaft haben Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, IKG-Präsident Muzicant und die Grüne Nationalratsabgeordnete Terezija Stoisits Redebeiträge angekündigt. (APA)

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