Trapattoni verteidigt den "Lokführer"-Vergleich

11. November 2005, 16:35
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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer fordert Entschuldigung vom Stuttgart-Trainer

Stuttgart - Trainer Giovanni Trapattoni vom deutschen Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart hat seinen von Gewerkschaften kritisierten "Lokführer"-Vergleich verteidigt. "Das war nur eine Metapher. Es ist absolut klar, dass Lokführer eine große Verantwortung haben. Der einzige Unterschied ist, dass sie nicht unter einem so öffentlichen Druck stehen wie Fußball-Trainer", sagte der 66-jährige Italiener am Mittwoch in Stuttgart.

"Ich weiß sehr wohl, was Arbeit ist", betonte Trapattoni. "Bevor ich Stammspieler des AC Milan war, habe ich in der früh gearbeitet, dann trainiert und wieder vier Stunden gearbeitet. Und zwischendrin gab's nur ein Brötchen."

Trapattoni hatte nach dem Cup-Aus des VfB vergangene Woche auswärts gegen Hansa Rostock erklärt: "Wenn ich mit dem Druck nicht fertig werde, wäre ich Lokführer geworden." Daraufhin war er von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und der Verkehrsgewerkschaft Transnet an den Pranger gestellt worden. Der Coach habe einen ganzen Berufsstand in Misskredit gebracht. Beide Organisationen verlangten daraufhin eine Entschuldigung. Beim VfB ist nach Vereinsangaben bisher jedoch kein Schreiben der Gewerkschaften eingegangen.(APA/dpa)

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