"Bringt die Kinder durch den Winter"

4. November 2005, 15:18
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UNICEF startet Hilfsaktion - Zwei Millionen Menschen in Pakistan kämpfen nach den Verwüstungen gegen Kälte, Wasser- und Nahrungsmangel

Wien - Dreieinhalb Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Pakistan ist die Zahl der Toten auf mehr als 73.000 gestiegen. Der Leiter der Rettungsoperationen, Generalmajor Farooq Ahmad Khan, rief am Mittwoch in Islamabad eindringlich dazu auf, mehr Impfstoff gegen Tetanus zur Verfügung zu stellen. Im indischen Teil Kaschmirs starben mehr als 1.300 Menschen bei dem Beben am 8. Oktober.

Weitere Katastrophe bahnt sich an

Im Erdbebengebiet in Nordpakistan bahnt sich laut dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF eine weitere Katastrophe an. Nach neuesten Schätzungen seien dort über zwei Millionen Menschen auf lebensrettende Hilfe angewiesen, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche, warnte die Organisation. UNICEF Österreich und Deutschland starteten unter dem Motto "Bringt die Kinder durch den Winter" einen Hilfsaufruf.

Im Erdbebengebiet bahnt sich laut dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF eine weitere Katastrophe an. Nach neuesten Schätzungen seien dort über zwei Millionen Menschen auf lebensrettende Hilfe angewiesen, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche, warnte die Organisation. UNICEF Österreich und Deutschland starteten unter dem Motto "Bringt die Kinder durch den Winter" einen Hilfsaufruf.

Fast vier Wochen nach der Naturkatastrophe sei die Situation für viele Überlebende weiter dramatisch, berichtete die UN-Organisation. Unbehandelte Verletzungen, Wassermangel, unzureichende Ernährung und Kälte würden Hunderttausende bedrohen. Viele verletzte Kinder seien nicht ausreichend behandelt oder stünden unter Schock, weil sie Eltern oder Angehörige verloren haben.

Das UN-Kinderhilfswerk hat seine Nothilfe im Norden Pakistans weiter verstärkt. Unter anderem unterstützt die Organisation den Bau von Notaufnahmelagern für Obdachlose, kümmert sich um die Reparatur und den Aufbau der Wasserversorgung, stellt Medikamente, Impfstoffe und Zusatznahrung zur Verfügung und richtet spezielle Schutzzonen für Kinder sowie Notschulen ein. Zudem werden Decken, Kinderkleidung, Seife, Hygieneartikel und Plastikplanen zur Verfügung gestellt. (APA)

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    Eine Menschenschlange in Haytan Balla an einer der wenigen Wasser und Essensausgabestellen

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