Barrique

2. Dezember 2005, 10:09
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Wichtiges Weinveredlungsinstrument, vor allem bei richtigem Einsatz

Behältnis aus Eichenholz mit einem Fassungsvermögen von 225 Litern. Die unvergleichlich simple Form eines Fasses - so rund, dass man es rollen kann - wurde bereits von den Kelten entwickelt. Kompliziert am Barriquefass ist vor allem das Holz, weil es je nach Herkunft den Geschmack beeinflusst: französische Eiche ist der Klassiker Je nach Herkunft - aus den Vogesen, aus dem Allier bzw. Troncais, dem Limousin, Nevers und dem Chatillonnais – spricht man dem Holz geschmackliche Eigenschaften zu. Während Allier vor allem sehr rasch einen sehr feine, aber intensive Holznote bewirken soll, sagt man dem Limousin-Holz eine manchmal leicht parfümierte, nicht ganz so feine Note nach. US-Eichen bringen aufgrund ihrer Aromazusammensetzung Vanille und Kokos-Noten ein, die auch im Wein erkennbar sein sollen. Jedenfalls eignen sich nur drei Eichenarten verwendet werden: die Stieleiche (oder Wintereiche, Slawonische Eiche), die vor allem im Limousin wächst, Traubeneiche (oder Sommereiche, Steineiche, Allier) oder Amerikanische Weißeiche.

Entscheidender Faktor jedenfalls das Toasting, das Ausbrennen der Innenseite, bei dem die Zellulose des Holzes karamellisiert; geschieht in unterschiedlichen Stärken - medium, heavy, medium plus. Eichenholz ist beschränkt verfügbar und daher teuer. Heftig diskutiert werden derzeit Barriquegeschmack-Ersatz durch Eichenholzchips, die ebenfalls Vanillin in den Wein abgeben, aber einen Bruchteil der Fässer kosten.

„Schräge“ ... äh rechteckige Sonderform: das quadratische Barrique vgl. www.cyboxsa.ch

Das Wein-Alphabet ist work in progress. Es wird laufend um Begriffe, Phrasen, Bezeichnungen, Ausdrücke etc. erweitert.

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