Mineralität

25. November 2005, 13:12
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Wie zum Teufeln schmeckt man sowas

Adelt jeden Wein. Nachsatz, sofern er M. tatsächlich vorweisen kann; vglbar Edelmut bei Menschen. Wieso eigentlich ausgerechnet Mineralität und nicht Fruchtigkeit oder Frische? M. ist nur nicht in jedem Wein zu finden, auch wenn der Begriff gerne in Verkostungen strapaziert wird. Mineralische Weine, die es tatsächlich sind, genießen quasi Kultstatus.

M. ist eine Frage des Bodens, auf dem der Wein gewachsen ist; schmeckt, als ob man Kieselsteine im Mund hat, und bringt cooles, leicht trockenes Feeling an die Wangeninnenseiten. Nicht zu verwechseln mit Geschmack nach Blechdosen mit Spargel oder Tomatenmark. Oder einer leichten Überschwefelung. Nicht jeder Wein hat es? Muss es jeder Wein haben? Was spricht gegen Weine, die einfach gut schmecken und die „es“ nicht haben?

Das Wein-Alphabet ist work in progress. Es wird laufend um Begriffe, Phrasen, Bezeichnungen, Ausdrücke etc. erweitert.

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