Ungewöhnlicher Einsatz

3. November 2005, 12:12
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Prinz Charles bat UNO um Hilfe für Menschen in Simbabwe - Land droht Hungersnot durch schlechte Agrarpolitik

New York - Während eines Besuchs bei den Vereinten Nationen hat Prinz Charles die Weltorganisation darum gebeten, sich mit der Lage in Simbabwe zu befassen. Die Bevölkerung des südafrikanischen Landes mache zurzeit eine "traumatische Erfahrung" durch, sagte der britische Thronfolger am Dienstagabend in New York.

Beobachter werteten die Bemerkung wegen ihrer politischen Brisanz als ungewöhnlich für ein Mitglied des Königshauses. In Simbabwe droht zurzeit eine Hungersnot, für die vor allem die Agrarpolitik von Präsident Robert Mugabe verantwortlich gemacht wird.

Charles besuchte das UNO-Hauptquartier, um dort an einer Diskussion über Beschäftigungschancen für Jugendliche teilzunehmen. Vor rund 200 Spitzenvertretern der Wirtschaft sowie UNO-Generalsekretär Kofi Annan würdigte der Prinz die Bedeutung der Vereinten Nationen. Diese hätten sich in ihrer 60-jährigen Geschichte stets neuen Herausforderungen stellen müssen. Ihnen obliege es, die Welt auch für künftige Generationen zu erhalten, und in dieser Rolle könnten sie auch auf einzelne Länder Einfluss nehmen, wie es in Simbabwe erforderlich erscheine.(APA)

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    Prinz Charles und UNO-Generalsekretär Kofi Annan

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