Griechischer Präsident bricht Besuch in Albanien ab

3. November 2005, 11:15
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Wegen anti-griechischer Protestkundgebung

Saranda/Albanien - Mit einem Eklat hat am Dienstag der Besuch des griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias im Nachbarland Albanien geendet. Papoulias brach seine Reise wegen einer gegen ihn gerichteten Demonstration vorzeitig ab und verzichtete auf ein geplantes Treffen mit dem albanischen Staatsoberhaupt Alfred Moisiu. Der Sprecher des albanischen Präsidenten kritisierte die Entscheidung als "unglücklich und beispiellos".

Papoulias wollte sich in der südalbanischen Stadt Saranda mit Moisiu treffen. Vor dem Tagungshotel protestierte jedoch eine Gruppe von 150 Albanern gegen den griechischen Präsidenten. Die Demonstranten gehören einer albanischen Minderheit an, von der Tausende nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Kollaboration mit den Nationalsozialisten aus Griechenland vertrieben wurden. Auf Transparenten forderten sie von der griechischen Regierung Entschädigung. (APA/AP)

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