Gefängnisbrand: Opfer identifiziert

2. November 2005, 18:22
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Justizminister der Niederlande stoppt vorerst Abschiebungen

Amsterdam - Die Opfer der Brandkatastrophe im Abschiebegefängnis auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol kamen aus sieben verschiedenen Ländern. Jeweils zwei der Toten waren Bürger von Surinam, der Ukraine und der Türkei, jeweils einer kam aus Rumänien, Bulgarien, Libyen und der Dominikanischen Republik. Bei einem elften Toten sei die Nationalität noch nicht bekannt, erklärte Justizminister Piet Hein Donner am Dienstag.

Den Angehörigen sagte die Regierung zu, sie werde für Flug- und Bestattungskosten aufkommen, wenn sie ihre Toten im Heimatland bestatten lassen wollten. Justizminister Donner versprach den 257 überlebenden Häftlingen, für der Dauer der Untersuchungen würden sie nicht gegen ihren Willen abgeschoben. Von fünf Personen, die den Brand zur Flucht nutzten, fehlte noch jede Spur.

In dem am vergangenen Donnerstag in Brand geratenen Container-Gefängnis wurden vor allem Abschiebehäftlinge und Drogenhändler festgehalten. (APA, AP; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 02.11.2005)

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