Volleyball: Ein Außenseiter will gewinnen

2. November 2005, 21:57
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hotVolleys streben gegen Cannes ersten Sieg in der Champions League an - Tirol schwärmt von Gegner Saloniki

Wien - Die Aufgaben der beiden österreichischen Teilnehmer an der Champions League der Volleyballer, Hypo Tirol und Aon hotVolleys, am dritten Spieltag sind unterschiedlich schwierig. Die Tiroler können es am Mittwoch ab 20:30 Uhr in Pool A bei Gruppen-Favorit Iraklis Saloniki locker angehen, sind klarer Außenseiter. Die hotVolleys stehen am Donnerstag ab 20:15 Uhr (live TW1) im Budocenter gegen AS Cannes hingegen vor einem Pflichtsieg.

Die Wiener haben nach ihren Niederlagen daheim mit 2:3 gegen Maaseik und auswärts mit 3:1 gegen Düren die wahrlich nicht einfache Aufgabe, in den nächsten vier Partien gegen die in Pool C favorisierten Teams Cannes und Treviso den ein- oder anderen Sieg landen zu müssen. Sonst würde der Vizemeister nach sechs Partien mit ebenso vielen Niederlagen da stehen und der Aufstieg ins Achtelfinale nicht mehr machbar sein.

Selbst hotVolleys-Manager Peter Kleinmann weiß um die Schwierigkeit der Aufgabe: "Wir sollten gegen Cannes gewinnen, sind aber Außenseiter." Dazu kommt, dass die Franzosen ihre Auftaktpartie daheim gegen Treviso 2:3 verloren haben und einen Sieg ebenfalls dringend brauchen.

Gegen Cannes kommt es zu einem Wiedersehen von Kleinmann mit Laurent Tillie, Trainer des Gegners. 1984 verlor Tillie mit Cannes gegen den hotVolley-Vorgängerklub Tyrolia in Wien 2:3, stieg aber mit einem 3:0 daheim ins Meistercup-Final-Four auf. Tillie war bis vor Kurzem auch Trainer der tschechischen Nationalmannschaft, hotVolley-Coach Pavel Tresnak war sein Assistent.

Fatalistische Tiroler

Bei den Tirolern macht sich Manager Hannes Kronthaler auch nach dem 3:2-Heimsieg gegen Ortec Rotterdam nichts vor: "Wir haben nichts zu verlieren, können völlig unbekümmert spielen." Und Trainer Pietro Scarduzio stellt sein Team erst gar nicht auf Sieg ein. "Saloniki ist ein Team mit großartigen Spielern, ein Team, das auch heuer um den Titel in Europas Königsklasse mitspielen wird", erklärte der Italiener vor dem Abflug am Dienstag.

Kronthaler schwärmt vor allem über Iraklis-Diagonalangreifer Stanley Clayton-Iona, Angreifer Matej Czernic, Mittelblocker Andrej KRavaric und US-Team-Aufspieler Loy Ball. "Diese Mannschaft ist unter normalen Umständen nur von den ganz Großen in Europa zu biegen. Ein Satzgewinn wäre ein echter Erfolg für uns. Die Mannschaft kann unbelastet agieren, weil wir nichts zu verlieren haben." (APA)

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