Heute: Dicke Luft in Manchester

2. November 2005, 23:01
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Bei United fliegen nach enttäuschenden Leistungen in der Liga die Fetzen, der Druck vor dem Gruppe D-Match in Lille ist bedeutend

Wien - Manchester United ordentlich unter Druck. Nach dem 1:4-Debakel in der Premier League gegen Middlesbrough im Vorfeld des schwierigen Auswärtsspiels am Mittwochabend (20:45 Uhr/live Premiere) bei OSC Lille herrscht beim Champions-League-Sieger von 1999 dicke Luft. Der verletzte Kapitän Roy Keane soll in einem Interview einige Mitspieler rüde beschimpft haben. Seine Äußerungen im ManU-TV wurden jedoch vom Verein zensiert und nicht gesendet.

Zwar führt Manchester (5 Punkte) die Gruppe D knapp vor Benfica Lissabon (4), Villarreal (3) und Lille (2) an, doch die bisherigen Leistungen von United in der Eliteliga waren nicht nur für den ehemaligen Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld "enttäuschend, denn vom Potenzial her müsste dieses Team die Gruppe D dominieren".

Auch in der Liga läuft es für ManU nicht: Platz sechs und 13 Punkte Rückstand auf die Spitze genügen nicht dem Anspruch von Coach Sir Alex Ferguson, der nach dem 1:4 ein Straftraining anordnete. "Middlesbrough hat uns eine Lektion erteilt", lautete der knappe Kommentar von Ferguson nach einer "schockierenden Leistung".

Arsenal in kommoder Lage

Arsenal steht in der Premier als Tabellensiebenter mit 14 Punkten Rückstand im Kampf um den Titel zwar ebenfalls auf verlorenem Posten, doch mit dem vierten Sieg im vierten Spiel könnten die Londoner ebenso wie die Bayern in der Gruppe A schon am Mittwoch den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 16 Teams der Königsklasse perfekt machen.

Vor dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Sparta Prag bangt Trainer Arsene Wenger allerdings um den Einsatz von Superstar Thierry Henry, der schon bei Tottenham Hotspur (1:1) am Wochenende fehlte. "Es ist unsicher, ob er spielen kann", erklärte der französische Coach.

Im Parallelspiel der Gruppe B will der FC Thun mit Österreichs Verteidiger Alen Orman im Heimspiel gegen Ajax Amsterdam seine Chancen auf die Aufstiegssensation wahren. Die Niederländer siegten vor zwei Wochen 2:0 und liegen einen Zähler vor den Schweizern, die nun mit ihrem zweiten Sieg in der Eliteliga wieder auf Platz zwei vorstoßen wollen.

Bremen braucht ersten Sieg

In Gruppe C wäre alles andere als Heimsieg von Tabellenführer FC Barcelona mit Superstar Ronaldinho gegen Panathinaikos eine Riesenüberraschung, während Schlusslicht Werder Bremen vor eigenem Publikum im Weser-Stadion gegen Udinese nach zwei Niederlagen und einem Remis endlich auf den ersten vollen Erfolg hofft. (APA/dpa/Reuters/AFP)

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