Waigel kritisiert Stoibers Verzicht auf Ministeramt

2. November 2005, 15:56
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"Damit tut er sich selbst und seiner Partei keinen Gefallen"

Halle - Der Verzicht des CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber auf ein Ministeramt in Berlin stößt in CDU und CSU auf Kritik. "Damit tut er sich selbst und seiner Partei keinen Gefallen", sagte der frühere CSU-Vorsitzende Theo Waigel der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". "In Phasen der Instabilität sollte die CSU mit Mut voran gehen. Wenn Edmund Stoiber glaubt, in München dort weiter machen zu können, wo er aufgehört hat, dann täuscht er sich." Das Hin und Her ziehe einen Autoritätsverlust nach sich.

Das CDU-Bundesvorstandsmitglied Heinrich-Wilhelm Ronsöhr erklärte: "Ich würde es für besser halten, wenn Stoiber nach Berlin ginge. Mir ist ein Stoiber lieber, der in Berlin Ärger bereitet, als einer, der in München Ärger bereitet." Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn sagte dem Blatt: "Man könnte meinen, er wartete nur auf einen Vorwand, um zurück nach München zu gehen." (APA/dpa)

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