Keine Einigung zwischen Linkspartei und WASG

2. November 2005, 15:56
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Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - Wahlinitiative plant Urabstimmung

Magdeburg - Fünf Monate vor der Landtagswahl am 26. März 2006 in Sachsen-Anhalt scheint eine formale Zusammenarbeit zwischen der deutschen Linkspartei.PDS und Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) gescheitert. "Dies bedaure ich ausdrücklich", erklärte der PDS-Landesvorsitzende Matthias Höhn am Dienstag in Magdeburg.

Am Vorabend war es in einer WASG-Mitgliederversammlung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hatte, zu einem handfesten Krach gekommen. Dabei sei keine Einigung darüber erzielt worden, ob WASG-Mitglieder auf der offenen Liste der Linkspartei für den Landtag kandidieren sollten oder ob die Wahlalternative versucht, aus eigener Kraft in den Landtag einzuziehen, erklärte Pressesprecher Ray-Rainer Lori am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der "Magdeburger Volksstimme".

Künftiger Kurs

Endgültige Klärung über den künftigen Kurs solle nun eine schriftliche Urabstimmung unter den 149 WASG-Mitgliedern des Bundeslandes bringen. Laut Lori beharren die Gegner einer Kooperation mit der Linkspartei auf die Eigenständigkeit ihrer Partei. Sie hätten Angst, Trittbrettfahrer der PDS zu werden. Die Befürworter dagegen würden darauf verweisen, dass in Deutschland eine neue geeinte Linke notwendig sei.

Für eine Einigung aber fehlt die Zeit: Der Parteitag der Linkspartei.PDS findet bereits am 12. November statt. "Ein formale Verständigung" zwischen beiden Parteien bis zu diesem Termin "scheint nicht mehr möglich zu sein", sagte Höhn. Dabei hätten sich die Landesvorstände beider Parteien intensiv darum bemüht, eine inhaltliche und strategische Basis für ein abgestimmtes Agieren im Wahlkampf zu schaffen. (APA/AP)

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