Red Hat macht sich für Xen im Linux-Kernel stark

21. November 2005, 13:13
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Sechs neue MitarbeiterInnen angestellt, um die Entwicklung der Virtualisierungstechnik voranzutreiben

Einen deutlichen Schub will Red Hat der Entwicklung der Virtualisierungslösung Xen verpassen: Der Linux-Distributor hat sechs neue MitarbeiterInnen angestellt, um an dem Projekt zu arbeiten und es möglichst bald - als Zeitrahmen stellt man sich zwei Monate vor - in den offiziellen Linux-Kernel einzubringen, dies berichtet eweek.

Ursachenforschung

Die Motive für den massiven Einsatz von Red Hat für Xen lassen sich natürlich auch recht simpel nachvollziehen: Immerhin steht im Frühjahr 2006 eine neue Version von Fedora Core an, der besondere Bedeutung zukommt - soll sie doch die Basis für Red Hat Enterprise Linux 5 bilden, in der Xen ein zentrales Element werden soll.

Vorgeschichte

Xen stand schon bereits Ende 2004 einmal vor der Aufnahme in den offiziellen Kernel, damals wurde diese von den zuständigen Kernel-Maintainern allerdings abgelehnt, zu unausgereift sei der Code noch. Seitdem hat sich freilich eine Menge getan, so dass sich Red Hat in einer guten Position sieht es noch einmal zu probieren.

Kooperation

Hinter Xen haben sich eine ganze Reihe großer Firmen versammelt, neben Red Hat und Novell sind das auch HP und IBM, Unterstützung kommt von den Prozessorherstellern AMD und Intel. Mit der Virtualisierungslösung können gleichzeitig mehrere Betriebssystem auf einem Rechner ausgeführt werden, ähnlich wie es Programme wie VMWare bereits jetzt tun. Allerdings setzt Xen auf einer wesentlich niedrigeren Ebene im System an und soll so praktisch keine Performance-Einbußen zu verzeichnen haben. (red)

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