Das Runde muss ins Eckige

1. November 2005, 19:37
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Rapid-Trainer Josef Hickersberger besteht vor dem Match in Brügge darauf, dass die Belgier packbar sind. Das ein oder andere Tor wird dafür aber nötig sein

Brügge - Rapid spielt am Mittwoch (20:45 Uhr/live ORF 1, Premiere) in der Champions League ein sogenanntes Spiel der letzten Chance. Der Meister benötigt auswärts gegen Club Brügge einen Sieg, um sich noch ernsthafte Hoffnungen auf den dritten Platz in Gruppe A machen zu dürfen, der im Frühjahr zum Umstieg in den UEFA-Cup berechtigt.

Null Punkte und null Tore lautet die Bilanz nach drei Auftritten in der laufenden Eliteliga-Saison - für Coach Josef Hickersberger dennoch kein Grund, nicht an einen möglichen Erfolg seiner Mannschaft im mit knapp 30.000 Zuschauern ausverkauften Jan-Breydel-Stadion zu glauben. "Sollten wir in Brügge nur annähernd so viele Torchancen herausspielen können wie vor zwei Wochen im Happel-Stadion, dann ist ein Sieg auf alle Fälle möglich. Wir haben schon in der ersten Begegnung gesehen, dass die Belgier in unserer Reichweite liegen."

Die Bilanz ist trist, steht aber laut Hickersberger im Kontrast zu den bisherigen Darbietungen in der Königsklasse. "Wenn ich mir unsere Leistungen in der Champions League ansehe - und das muss ich als Trainer - brauchen die Spieler nicht unzufrieden zu sein, außer mit den zahlreichen vergeben Chancen", meint Hickersberger.

Kopfzerbrechen bereitet die Personalsituation: Helge Payer und Andreas Ivanschitz werden fehlen. Vor allem der Ausfall von Ivanschitz macht Probleme, denn die Defensiv-Qualitäten der möglichen Ersatzmänner Sebastian Martinez und Mathias Dollinger lassen zu wünschen übrig. Umso mehr hofft Hickersberger, dass Valachovic trotz Sehnenreizung doch noch fit wird.

Ceulemans warnt

Gegner Brügge zeigte zuletzt Aufwärtstendenz, machte in der Meisterschaft in drei Spielen sieben Punkte und schob sich auf Tabellenrang drei. Auch spielerisch zeigte man sich verbessert. Dennoch warnt Trainer Jan Ceulemans vor verfrühter Euphorie. "Rapid ist eine gefährliche Mannschaft, wir hätten in Wien auch verlieren können. Wir müssen konzentriert in das Spiel gehen."

Ceulemans kann gegen die Hütteldorfer wieder auf den zuletzt leicht verletzt gewesenen Innenverteidiger Birger Maertens zurückgreifen. Außerdem steht dem Coach mit dem 1,87 Meter großen und 85 Kilo schweren Norweger Rune Lange ein hochkarätiger Mittelstürmer seit einer mehrmonatigen Verletzungspause erstmals wieder zur Verfügung.

Beginnen wird im Angriffszentrum aber der Spanier Javier Portillo, der am Samstag mit einem Doppelpack beim 2:1-Heimsieg gegen Gent Selbstvertrauen getankt hat. (APA/red)

  • Club Brügge - SK Rapid Wien (Jan Breydel-Stadion, 20.45 Uhr/live ORF 1 und Premiere, SR Alon Yefet/ISR):

    Brügge: Butina - Vanaudenaerde, Spilar, Maertens, Blondel - Vermant, Clement, Leko - Dufer, Portillo, Balaban Ersatz: Stijnen - De Cock, Englebert, Roelandts, Yulu-Matondo, Verheyen, Lange
    Es fehlen: Valgaeren, Klukowski, Ishiaku, Verbauwhede, Vandelannoite, Vlaeminck (alle verletzt)

    Rapid: Hedl - Dober, Martin Hiden, Bejbl/Valachovic, Adamski - Hofmann, Korsos/Bejbl, Hlinka, Labant/Korsos - Kincl, Lawaree Ersatz: Lukse - Garics, Prenner, Kienast, Akagündüz
    Es fehlen: Payer (Achillessehnenreizung), A. Ivanschitz (erkrankt), Katzer, Burgstaller, Markus Hiden, St. Kulovits (alle verletzt oder rekonvaleszent)
    Fraglich: Valachovic (Sehnenreizung)

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Raimund Hedl hütet am Mittwoch in Brügge das Rapid-Tor.

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