Dell senkte Prognose für drittes Quartal

8. November 2005, 10:18
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Enttäuschende Umsätze in den USA und Großbritannien verantwortlich gemacht

Der weltgrößte PC-Hersteller Dell hat seine Erwartungen für das dritte Quartal angesichts enttäuschender Umsätze in den USA und Großbritannien zurückgeschraubt. Die Dell-Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel am Montag um fünf Prozent auf 30,30 Dollar (25,2 Euro).

Prognose

Der im texanischen Round Rock beheimatete Konzern senkte die Umsatzprognose auf 13,9 Milliarden Dollar von zuvor 14,1 bis 14,5 Milliarden Dollar. Dell kündigte ferner an, für das dritte Quartal des Geschäftsjahres Rückstellungen in Höhe von 450 Millionen Dollar bilden zu wollen. Dies hänge hauptsächlich mit Reparaturkosten an einigen Computersystemen zusammen. Darüber hinaus fielen Kosten für den Abbau von Personal am Standort Texas, in Großbritannien und in der asiatisch-pazifischen Region an. Wegen dieser außerordentlichen Belastungen werde lediglich ein Reingewinn von 25 Cent je Aktie erwartet. Vor Sonderposten werde ein Gewinn je Aktie von 39 Cent erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt 40 Cent prognostiziert.

Ängste

Dell hatte bereits im August mit seinem Umsatz-Ausblick für das zweite Quartal nach aggressiven Preisnachlässen im PC-Geschäft in den USA die Markterwartungen enttäuscht. Zugleich weckte der Konzern damit Furcht vor einem Ende des rasanten Aufschwungs der Technologiebranche.

Unterschiede

Der Analyst Shaw Wu von American Technology Research sagte, Dells Problem sei es, dass sich der Konzern nicht genug von der Konkurrenz unterscheide. Das US-Unternehmen trumpfe zwar auf dem Markt für Notebook-Computer stark auf, doch sei dies nicht ausreichend, um das schwächelnde Geschäft mit Desktop-PCs aufzufangen.

Keine Details

Den genauen Umfang des geplanten Stellenabbaus gab der Konzern nicht bekannt. In Asien falle jedoch nur eine sehr "begrenzte Anzahl" an Stellen weg, hieß es. Im Zusammenhang mit den geplanten Rückstellungen verwies ein Unternehmenssprecher für Dell in Großbritannien darauf, dass Geschäftskunden technische Probleme bei den Desktop-Computern GX270 und GX280 gemeldet hätten. Ursache für das Problem seien möglicherweise fehlerhafte Kondensatoren. Den Zulieferer der Kondensatoren nannte der Sprecher nicht. Bisher sei auch kein Rückruf herausgegeben worden, hieß es weiter. (APA/Reuters)

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