50 Elefanten in Nationalpark verhungert

7. November 2005, 13:12
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Hwange Nationalpark im Südwesten Simbabwes bietet nicht genug Ressourcen für die enorm gewachsene Zahl der Tiere

Harare - Im Hwange Nationalpark im trockenen Südwesten Simbabwes sind mindestens fünfzig Elefanten verhungert. Wie die staatliche Zeitung "The Herald" am Montag berichtete, erwägen die örtlichen Behörden nun, weitere Dickhäuter aus den übervölkerten Nationalparks des Landes in das Nachbarland Namibia zu bringen. Die Tiere starben wegen eines Mangels an Wasser und Weidegras. In Simbabwe leben rund 100.000 Elefanten, obwohl die Kapazitäten des südafrikanischen Landes nur für 45.000 ausreichen.

Bereits im Mai hatte die Verwaltung der Nationalparks die Großlandbesitzer zum Kauf von Elefanten aufgefordert, um die Regionen zu entlasten, in denen sich die Tiere drängen. "Wenn sich die Tendenz so fortsetzt, steht uns ein Desaster bevor", sagte der Vorsitzende der Nationalparks Morris Mutsambiwa. "In den Parks ist die Vegetation bald zerstört und das Wasser wird immer knapper. Wenn wir dann noch eine schwere Dürre bekommen, wird der Mangel an Wasser und Nahrung zu zahlreichen Todesfälle bei Elefanten und anderen Tieren führen."(APA)

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