Goalie Hedl vor Champions-League-Debüt

4. November 2005, 09:20
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Payer-Ersatz nicht nervös: "Derby im Horr-Stadion war auch nicht einfacher zu spielen"

Wien - Raimund Hedl feiert am Mittwoch (20:45 Uhr/live ORF 1, Premiere) sein Debüt in der Fußball-Champions-League. Der Rapid-Goalie ersetzt im für die Hütteldorfer so wichtigen Auswärtsspiel der Gruppe A gegen Club Brügge Stammkeeper Helge Payer, der wegen einer Achillessehnenreizung nicht rechtzeitig fit wird.

Für den 31-Jährigen ist es zwar die Premiere in der Eliteliga, in wichtigen Europacup-Spielen war er für Rapid aber schon vor Jahren im Einsatz. So etwa beim Aufstieg ins UEFA-Cup-Achtelfinale 1997, als 1860 München mit 3:0 (h) und 1:2 (a) aus dem Bewerb geworfen wurde. In der Runde der letzten 16 war Hedl mit den Grün-Weißen zwar gegen Lazio Rom chancenlos (0:2/h, 0:1/a), machte dabei aber immerhin Bekanntschaft mit Weltklasse-Kickern wie Nedved, Nesta, Boksic oder Mancini.

"Jedes Europacup-Spiel ist ein Highlight, aber die Champions League ist trotzdem etwas Besonderes", freut sich Hedl schon auf seinen Auftritt im Jan Breydel-Stadion und spekuliert mit drei Punkten. "Viele glauben, dass wir keine Chance haben werden, aber gerade das ist unsere Chance."

Trotz der Bedeutung der Partie ist Nervenflattern für den Goalie ein Fremdwort. "Ich bin überhaupt nicht nervös. Das Derby im Horr-Stadion war sicher nicht einfacher zu spielen, und da war es auch kein Problem für mich."

Ganz neu ist die Champions-League-Atmosphäre für Hedl ohnehin nicht, saß er doch bereits in der ersten Eliteliga-Saison der Rapidler 1996 in allen sechs Partien auf der Bank, von der er auch wenige Monate zuvor die 0:1-Niederlage in Brüssel im Cupsieger-Finale gegen Paris SG mitverfolgte. "Das waren echte Höhepunkte, auch wenn immer Michael Konsel gespielt hat."

So wie damals ist Hedl nun wieder die Nummer zwei Rapids, hat damit aber keine Probleme. "Ich habe mit Helge ein ausgezeichnetes Verhältnis, wahrscheinlich sogar das beste, das ich jemals mit einem Torhüter-Kollegen hatte."

Durch die Verletzung von Payer durfte der Ersatzmann immerhin die vergangenen drei Bundesliga-Spiele absolvieren, die er ungeschlagen mit nur zwei Gegentoren (zwei Siege, ein Remis) überstand und dabei keine Schwäche erkennen ließ. "Ich fühle mich gut in Form und werde mein Bestes geben", versprach Hedl, der sein erstes Spiel nach seiner Rückkehr zu Rapid nach dem vergangenen Spieljahr im August beim 3:2 in der Champions-League-Quali gegen Düdelingen bestritten hatte.

Davor war der Goalie, der für den Rekordmeister bisher sieben internationale Partien (drei Siege, vier Niederlagen) spielte, von 2002 bis Sommer dieses Jahres in Mattersburg engagiert, nachdem er 2001 nach rund sieben Jahren bei den Hütteldorfern zum LASK gewechselt war.(APA)

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