Google stellt EntwicklerInnen für OpenOffice.org ein

9. November 2005, 09:58
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Freie Office-Suite soll unterstützt werden - Suchmaschinenhersteller mit immer stärkerer Unterstützung von Open Source-Projekten

Als vor einigen Wochen Sun und Google ihre neue strategische Partnerschaft bekannt gaben, wurde noch recht wenig zu den konkreten Auswirkungen dieses Deals veröffentlicht, lediglich von einer Unterstützung bei der Verbreitung von OpenOffice.org war damals die Rede. Nun bestätigt der Suchmaschinenhersteller aber, dass die eigenen Bemühungen rund um die freie Office-Suite ein ganzes Stück weiter gehen sollen: Google wird EntwicklerInnen anstellen, um die kostenlose Alternative zu Microsofts Office weiter zu verbessern, dies berichtet c'net.

Unkonkretes

Um wie viele es sich dabei konkret handeln wird, wollte Chris DiBona, Open Source Manager bei Google, allerdings noch nicht ausführen, ebenso wenig wie die Frage, woran diese im Speziellen arbeiten werden. Ein vorstellbarer Bereich wäre aber die Reduktion des Ressourcenverbrauchs des in dieser Hinsicht doch recht "hungrigen" Programms.

Engagement

Google verstärkt damit immer deutlicher nicht nur seine Unterstützung für andere Microsoft-Konkurrenten, sondern auch seine direkte Involvierung in Open Source-Projekte. So ist bei dem Suchmaschinenexperten neben einigen Firefox-EntwicklerInnen auch bereits der Chefentwickler des freien Chat-Clients GAIM angestellt.

Motivation

Man möchte auf diese Weise etwas an die Community zurück geben, von der man in vielerlei Hinsicht profitiere, so di Bona, immerhin basiere viel von der Google-Infrastruktur auf Open Source-Technologien. Außerdem halte man Open Source für eine äußerst wichtige Entwicklung, dadurch würde der Einstiegslevel für Newcomer deutlich gesenkt.

Freude

Bei OpenOffice.org wird man sich über die Neuzugänge jedenfalls entsprechend freuen, immerhin hatte man noch vor kurzem darüber geklagt, dass es zu wenige EntwicklerInnen für das Projekt geben würde. Der Großteil davon werde von SUN, ein kleinerer Teil von Novell bezahlt, sonst würden sich kaum Firmen unterstützend beteiligen. Der Aufruf scheint gefruchtet zu haben, immerhin hat sich seitdem auch Intel - weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit - dazu entschlossen, EntwicklerInnen für OpenOffice.org abzustellen. (red)

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