Frankreich: 16 Kinder durch verseuchtes Fleisch vergiftet

2. November 2005, 08:18
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Patienten erlitten teils lebensbedrohliches Nierenversagen

Paris - In Frankreich sind 16 Kinder und ein Erwachsener nach dem Verzehr von mit Kolibakterien verseuchten faschierten Laibchen teilweise lebensbedrohlich erkrankt. Bei zehn Kindern sei das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) diagnostiziert worden, teilte das nationale Gesundheitsinstitut INVS am Montag mit.

Dabei kommt es nach Infekten zu akutem Nierenversagen und einer rasanten Verringerung der für die Blutgerinnung wichtigen Blutplättchen. Ohne Behandlung kann HUS zum Tod führen. Der Erwachsene und sechs weitere erkrankte Kinder litten an blutigem Durchfall. Die Betroffenen wurden in Krankenhäuser eingeliefert, wo sie Transfusionen und Blutwäschen erhielten.

Alle Erkrankten hatten tiefgefrorene faschierte Laibchen der Marke "Chantegril" verzehrt, die in der Supermarktkette E.Leclerc im Südwesten Frankreichs verkauft worden waren. Die betroffenen Produkte wurden aus dem Verkehr gezogen. Dem Unternehmen zufolge wurde die Verseuchung beim Fleischverarbeitungsbetrieb Soviba bei Angers verursacht. Durch einen Fehler im Herstellungsprozess seien dort die Bakterien Escherichia coli ins Fleisch gelangt. (APA/AFP)

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