Schaunig behält Sozialreferat

4. November 2005, 10:58
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Mitbewerber Rohr soll "wichtige Rolle in Regierung und Parteiführung spielen - Suche nach Landesgeschäftsführer

Klagenfurt - Gaby Schaunig, seit Samstag Vorsitzende der Kärntner SPÖ, will das Sozialreferat auch als stellvertretende Landeshauptfrau weiter führen. Der "große starke Mann" an ihrer Seite werde der unterlegene Mitbewerber um den Parteivorsitz, Landesrat Reinhart Rohr, sein. Er werde sowohl in der Landesregierung als auch bei der Parteiführung eine wichtige Rolle spielen, sagte Schaunig am Montag.

Große Referatsverschiebungen seien nicht geplant, ledigliche "Bereinigungen" innerhalb der Zuständigkeiten der SPÖ-Regierungsmitglieder, kündigte Schaunig an. So mache es beispielsweise Sinn, die Feuerwehragenden mit dem Gemeindereferat zusammenzulegen.

Stelle der Landesgeschäftsführung

Nach wie vor unbesetzt ist die Stelle der Landesgeschäftsführung. In der Parteizentrale sei in den vergangenen Jahren Vieles nicht optimal verlaufen, meinte die Neo-Parteichefin. Daher müsse die Besetzung dieser Stelle gut überlegt sein. Öffentliche Kritik an der Arbeit der Funktionäre durch die Landesgeschäftsstelle, wie es vorher passiert sei, dürfe in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Markut "akzeptiert" Absetzung

Der von ihr gleich am Landesparteitag abgesetzte Klubobmann Karl Markut, ebenfalls einer der Bewerber um den Parteivorsitz, akzeptiere ihre Entscheidung, sagte Schaunig. Sie habe mit ihm ein Vier-Augen-Gespräch geführt, in dem er ihr seine Mitarbeit zugesichert habe.

Zur Ankündigung von Landeshauptmann Jörg Haider, die bisher von de SPÖ blockierten 340.000 Euro für die Seebühne mit der Presseförderung zu junktimieren, wollte Schaunig keine klare Aussage machen. Für Drohgebärden sei sie die falsche Adresse, erklärte sie auf die Frage, wie sie in einem solchen Fall reagieren werde. Sie hatte aber im Vorfeld bereits angekündigt, zu weiteren finanziellen Mitteln für die Wörtherseebühne keine Zustimmung geben zu wollen. (APA)

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    Geschickter Schachzug: Schaunig holt sich Reinhart Rohr ins Boot, der in der Stichwahl um den Parteivorsitz gegen sie verlor.

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