Kwasniewski an Posten des UNO-Generalsekretärs interessiert

4. November 2005, 19:57
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Scheidender Präsident für umfassende Reform der Vereinten Nationen

Rom - Der scheidende polnische Präsident Aleksander Kwasniewski hat sich zu einer Kandidatur für das Amt des UNO-Generalsekretärs bereit erklärt. In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" (Montag-Ausgabe) sagte Kwasniewski, seine Erfahrung als Politiker aus einem mitteleuropäischen Reformstaat könnte bei der "umfassenden Reform" der Vereinten Nationen dienlich sein.

Die UNO brauche "mehr Dynamik", sagte der Postkommunist Kwasniewski. Dringend müsse vor allem der Sicherheitsrat reformiert werden, und auch die Rolle der Organisation bei der Rüstungskontrolle und beim so genannten Kampf gegen Terror. Vor wenigen Tagen hatte sich bereits der slowakische Außenminister Eduard Kukan als möglicher Nachfolger von Generalsekretär Kofi Annan ins Spiel gebracht.

Annans zweite Amtszeit endet zwar erst im Dezember 2006. Die USA haben aber potenzielle Nachfolgekandidaten bereits offen zur Bewerbung aufgerufen. Washington verübelt es dem hoch angesehenen Diplomaten und Friedensnobelpreisträger Annan, dass er den Irak-Krieg mit vollem Recht als "illegal" bezeichnet hatte. Kwasniewski dürfte vor diesem Hintergrund gute Chancen auf die Nachfolge Annans haben, gehört doch Polen zu den engsten Verbündeten der USA im Irak. (APA/PAP)

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