Hirsch Servo AG macht mehr Umsatz und steigert Ergebnis

7. November 2005, 13:26
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Der Kärntner Maschinenbauer und Verpackungsproduzent profitiert vor allem im Geschäftsfeld EPS von den hohen Energiepreisen

Wien - Das erste Quartal der börsenotierten Kärntner Hirsch Servo Gruppe war geprägt von Ergebnis- und Umsatzverbesserungen in beiden Geschäftsfeldern, teilte das Unternehmen ad hoc mit. Das EGT konnte um 81 Prozent von 400.000 Euro auf 700.000 Euro und der Gesamtumsatz um 10 Prozent von 13,6 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro gesteigert werden.

Das Hauptgeschäftsfeld EPS-Verarbeitung (Styropor-Verarbeitung), das 69 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, erreichte eine Verbesserung des EGT auf 1,0 Mio. Euro (0,9). Der Umsatz stieg um 1,8 Mio. Euro auf 10,3 Mio. Euro. Die steigende Nachfrage nach EPS-Dämmstoffen auf Grund der hohen Energiepreise und die gute Auslastung der Kapazitäten für die Herstellung von Verpackungen in Polen nennt Hirsch Servo als Hauptfaktoren für die Entwicklung.

Im Geschäftsfeld Maschinen- und Anlagenbau blieb das EGT im negativen Bereich, verbesserte sich aber im ersten Quartal 2005/06 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus 400.000 auf minus 300.000 Euro. Der Umsatz stieg um 0,6 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro (4,1 Mio).

Für das Geschäftsjahr 2005/06 bestätigt das Management den positiven Ausblick. Bei unverändertem Marktumfeld soll sich das EGT von 1,4 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro mehr als verdoppeln und der Gewinn pro Aktie um 15 Prozent auf 4,60 Euro steigen.

Wahl des neuen Aufsichtsrates kommende Woche

Am 9. November erhält Hirsch Servo einen neuen Aufsichtsrat. Es ist dies die dritte derartige Personalrochade innerhalb von zwei Jahren, nachdem zuletzt Aufsichtsratsvorsitzender Christian Grave sowie seine Kollegen Heinz Paar und Werner Kraus laut eigenen Angaben wegen "massiven Meinungsverschiedenheiten und Vertrauensverlust" ausgeschieden waren.

In der 10. ordentlichen Hauptversammlung kommende Woche wird das Kontrollgremium deshalb neu gewählt. Zur Wahl stellen sich, wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, der Unternehmer Georg Wall, der Investmentbanker Axel Hirschberg, der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Helmut Grienschgl, der Rechtsanwalt Georg Gorton und der Vorstandsvorsitzende der FRAPAG Industrieholding AG, Michael Kaufmann.

Differenzen

Schon im August 2004 hatte es offensichtliche Divergenzen zwischen Vorstand und dem damaligen Aufsichtsrat gegeben, deswegen schieden die Aufsichtsräte Wolfgang Auer von Welsbach, Wilhelm Lauer, SEZ-Chef Franz Sumnitsch und Steuerberater Andreas Breschan aus. Neun Monate zuvor hatten ihre Vorgänger Heinz Taferner, Günther Pöschl und Johann Quendler ihre Funktionen im Hirsch-Servo-Aufsichtsrat niedergelegt.

Hirsch-Vorstand Carsten Brinkmeier hat den zuletzt ausgeschiedenen Aufsichtsräten vorgeworfen, ihre ad-hoc-Pflichten missachtet zu haben. Sie seien darüber hinaus im vergangenen Jahr nur bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt worden. Diese Klausel sei eingezogen worden, um sich vergewissern zu können, dass es auch "die richtigen Aufsichtsräte sind". Die drei Zurückgetretenen seien laut Brinkmeier jedoch nicht für eine weitere Tätigkeit vorgesehen gewesen. (APA/Red)

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