Allerheiligen und Allerseelen: Österreichweiter Ansturm auf Friedhöfe

2. November 2005, 08:13
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Längere Verzögerungen auf den Transitstrecken und den Stadteinfahrten Wiens und der Landeshauptstädte

Wien - Allerheiligen und Allerseelen werden in Österreich traditionell dem Gedenken an die Verstorbenen gewidmet. Daher werden am kommenden Dienstag erfahrungsgemäß österreichweit die Friedhöfe im Mittelpunkt der Verkehrsberichterstattung stehen, warnt der ARBÖ. Durch das Ende des verlängerten Wochenendes werden längere Verzögerungen auf den Transitstrecken und den Stadteinfahrten der Bundeshauptstadt und der Landeshauptstädte nicht ausbleiben.

Wien: Parkplätze Mangelware

Vor allem in Wien wird am Dienstag der "Run" auf die Friedhöfe für Staus und erhebliche Verzögerungen auf den Zufahrtsstraßen führen. Parkplätze werden bereits ab den frühen Morgenstunden Mangelware sein. Wie jedes Jahr gilt auch heuer zu Allerheiligen ein Kfz-Einfahrverbot für alle Gräberstätten. Vor größeren Friedhöfen gibt es eine eigene Verkehrsführung durch die Polizei "Friedhofsbesucher sollten auf öffentliche Verkehrmittel umsteigen. Die Straßenbahnlinien 6 und 71 zum größten und bekanntesten Wiener Gottesacker - dem Zentralfriedhof - werden verstärkt geführt. Die Linie 39A verkehrt am Montag und Dienstag zwischen 8 und 17:30 Uhr direkt zum Sieveringer Friedhof", so Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst. Auch bei An- bzw. Abfahrt zu den Friedhöfen und den Landeshauptstädten sollten Autofahrer besser mehr Zeit einplanen. "Wer die Möglichkeit hat, sollte den Grabbesuch auf den darauffolgenden Allerseelen-Tag verlegen. Erfahrungsgemäß ist an diesem Tag wesentlich weniger los", so Thomas Haider weiter.

Rückreisewelle trübt Feiertagsruhe

Allerheiligen markiert für zahlreiche Österreicher das Ende eines bis zu sechs Tage langen Wochenendes. Viele haben das verlängerte Wochenende zu einem Kurzurlaub an der Adria oder in den Nachbarländern bzw. in den Thermen in ganz Österreich genutzt. Obwohl die Schulen am Mittwoch noch geschlossen sind, rechnen die Verkehrsexperten mit der Rückreisewelle bereits zu Allerheiligen, da viele Eltern zu Allerseelen nicht frei bekommen haben dürften. Auf den Transitstrecken in Süd- und Ostösterreich sowie den Einfallstraßen in die großen Metropolen werden Staus nicht ausbleiben.

Vor allem auf der Südautobahn erwarten die Verkehrsexperten des ARBÖ erhebliche Verzögerungen. Vor den Tunnelportalen des Herzogsbergtunnels und des Gräberntunnels im Packabschnitt sind ebenso wie in den Großbereichen rund um Graz und Klagenfurt kilometerlange Staus unausweichlich. Aber auch auf der Südeinfahrt von Wien ab Baden sollten sich die Autofahrer ab den Nachmittagsstunden auf eine harte Geduldprobe einstellen. Ein ähnliches Bild wird sich auf der A23, Südosttangente, im Bereich zwischen der Wiener Stadtgrenze und dem Knoten Prater und der A4, Ostautobahn, ab der Ostbahnbrücke sowie der Westeinfahrt ab Auhof bieten. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt - Linz - sind lange Verzögerungen vor allem auf der A7, Mühlkreisautobahn und der B1, Wiener Bundesstraße zu erwarten.

"Die Rückreisewelle wird entweder ab den Mittagsstunden oder den späten Abendstunden einsetzen", so ARBÖ-Sprecher Thomas Haider. "Der Zeitpunkt der Urlauberrückreisewelle ist erfahrungsgemäß sehr wetterabhängig. Hier gilt die Formel 'Je schöner das Wetter, desto später fahren die Leute los'. Wir stehen aber gerne täglich von 5.30 bis 22.30 Uhr unter der österreichweiten Telefonnummer 050/123-123 betreffend der Beratung über Ausweichstrecken zur Verfügung." Über die aktuelle Verkehrslage kann man sich auch im ORF-Teletext auf Seite 431 oder online unter www.verkehrsline.at informieren.(red)

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