Rund zwei Dutzend Tote bei Kämpfen

1. November 2005, 10:10
posten

14 mutmaßliche Taliban und sechs Zivilpersonen unter den Opfern

Kabul - Bei den heftigsten Kämpfen in Afghanistan seit der Parlamentswahl am 18. September sind binnen drei Tagen rund zwei Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befanden sich nach Militärangaben vom Samstag 14 mutmaßliche Taliban-Kämpfer und sechs Zivilpersonen. Auch wurden je ein afghanischer, ein amerikanischer und ein britischer Soldat getötet. Die Kämpfe konzentrierten sich auf den Süden und Osten des Landes.

In der südlichen Provinz Helmand überfielen mutmaßliche Taliban am Freitagabend ein Zivilfahrzeug und töteten die drei Insassen. Eines der Opfer hatte bei der Parlamentswahl vor sechs Wochen kandidiert, allerdings ohne Erfolg. Im Osten des Landes wurden muslimische Gläubige in zwei Städten beim Freitagsgebet in ihrer Moschee überfallen. Insgesamt drei Menschen kamen ums Leben.

Kämpfe im Norden

Im sonst vergleichsweise ruhigen Norden Afghanistans wurde am Samstag eine Gruppe britischer Soldaten beschossen. Einer von ihnen wurde getötet, fünf weitere wurden verwundet. Bei Kämpfen in der östlichen Provinz Khost kam ein amerikanischer Fallschirmjäger ums Leben.

Bereits am Donnerstag wurden bei Gefechten in der südlichen Provinz Urusgan 13 Angreifer getötet, wie die US-Streitkräfte am Samstag mitteilten. Dabei kam auch ein afghanischer Soldat ums Leben. Zudem erschossen US-Soldaten am Freitag in der östlichen Provinz Paktika einen Rebellen, den sie nach eigenen Angaben beim Verstecken eines Sprengsatzes ertappt hatten. (APA)

Share if you care.