Scheibner: Monatlich ein Prozent gewinnen

4. November 2005, 16:46
56 Postings

Klubobmann sieht Segment für liberale Kraft im dritten Lager

Wien - Nach den Wahlschlappen des BZÖ in der Steiermark und in Wien hat der Obmann des Freiheitlichen Parlamentsklub, Herbert Scheibner, dem BZÖ ein neues Ziel gesteckt. Im ORF-Parlamentsmagazin "Hohes Haus" meinte Scheibner am Sonntag, das BZÖ müsse "jedes Monat ein Prozent mehr" an Wählerzustimmung gewinnen. Dann würde sich ein zweistelliges Ergebnis am Wahltag ausgehen.

"Radikal und sehr weit rechts"

Stärker als bisher will sich das BZÖ künftig von der FPÖ abgrenzen, die "radikal und sehr weit rechts" sei. Es gebe, so Scheibner, ein Segment für eine liberale Kraft im dritten Lager. Selbstkritisch merkte der Klubchef an, man habe in der Vergangenheit zu viel versucht, eine andere FPÖ zu sein.

Dem gegenüber bekräftigte der freiheitliche Abgeordnete Reinhard Bösch ganz klar seine Abgrenzung vom BZÖ: "Meine Heimat ist die FPÖ". Er sei FPÖ-Abgeordneter, egal wer Obmann der FPÖ ist. Der von der FPÖ nominierte Volksanwalt Ewald Stadler erwartet unterdessen von allen freiheitlichen Abgeordneten, dass sie "so verlässlich sind wie Barbara Rosenkranz", die sich bisher als einzige FPÖ-Abgeordnete im freiheitlichen Klub deklariert hatte. Und Stadler ergänzte wörtlich: "Die sind ja nicht für irgendeinen orangen Zwetschkenklub im Parlament". (APA)

Share if you care.