Stimmen: "Fußball aus der Steinzeit"

14. Dezember 2005, 12:27
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  • GAK - Sturm

    Walter Schachner (GAK-Trainer): "Die 14.500 Zuschauer haben ein Super-Derby gesehen, auch in der ersten Spielhälfte, als noch keine Tore gefallen sind. Sonnleitner ist einer der Spieler, die bei Standards mitgehen sollen. Mir fehlen fünf Spieler, daher habe ich zur Zeit bei Standards nur Zwerg-Steirer. Mit diesen personellen Problemen haben wir eine gute Leistung geboten und dürfen optimistisch in die Zukunft sehen."

    Mario Sonnleitner (GAK-Torschütze zum 1:0): "Das erste Tor in der Bundesliga wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Dass es ausgerechnet gegen Sturm war, macht mich natürlich überglücklich. Wir hatten das Spiel in jeder Phase unter Kontrolle. Es war ein gerechter Sieg."

    Martin Amerhauser (GAK-Mittelfeldspieler): "Wichtig war, dass wir hinten gut gestanden sind und aus einer starken Defensive klug nach vorne gespielt haben. Die erste Spielhälfte haben wir dominiert, und dann sind wir diesmal Gott sei Dank aus einer Standardsituation in Führung gegangen."

    Michael Petrovic (Sturm-Trainer): "In der ersten Spielhälfte haben beide Mannschaften wenig riskiert, dann war es eine offene Partie. Nach dem 0:1 war das Derby entschieden. Man hat die Erfahrung des GAK aus den internationalen Spielen gesehen. Wir sind keine Wundermannschaft, haben schon viel erreicht, müssen aber mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben."

    Hannes Kartnig (scheidender Sturm-Präsident): "Schade, dass die Niederlage passiert ist. Der GAK war die bessere Mannschaft. Unsere Kreativabteilung hat Fußball aus der Steinzeit gespielt. Unser Tormann war grandios, auch Gercaliu war gut. Der GAK war gut eingestellt, aber es gibt ja noch zwei Derbys und wer zuletzt lacht, lacht am besten."

  • Salzburg - Pasching

    Kurt Jara (Trainer Salzburg): "Das Ergebnis hat 100-prozentig gestimmt. Nach dem 1:0 haben wir es verabsäumt, das zweite Tor nachzulegen. Pasching ist stark in Standard-Situationen, da kann man sich leicht ein Tor einfangen. Das wäre heute fatal gewesen, wenn man sich die anderen Ergebnisse anschaut. In der zweiten Hälfte sind wir dann nicht so die in Räume reingegangen. Wir machen daheim viel mehr Druck als auswärts, haben viel mehr Mumm. Das müssen wir auswärts auch bringen. Wir müssen schauen, dass wir das nächste Auswärtsspiel gewinnen, damit wir vorne bleiben."

    Georg Zellhofer (Trainer Pasching): "Die Gelb-Rote Karte war entscheidend. Schon gegen die Admira haben wir 60 Minuten mit einem Mann weniger gespielt, in Salzburg ist das schwer zu kompensieren. Der Schiedsrichter hätte aber mehr Fingerspitzengefühl haben können, aber das ist der Heimbonus. Wir hatten anfangs Probleme, uns auf das Spiel der Salzburger einzustellen. Aber je länger es gedauert hat, desto besser ist es für uns gelaufen."

  • Austria - Wacker

    Peter Stöger (Austria-Sportdirektor): "Das Pfeifkonzert und die Reaktion gegen Frenkie Schinkels und mich ist verständlich. Ich bin nicht persönlich beleidigt. Was wir heute gezeigt haben, hatte nur in Ansätzen etwas mit Fußball zu tun. Wir haben nicht die nötige Sicherheit, sind in dieser Phase auch auf Glück angewiesen. Wir hätten das Spiel sicher nicht verdient gewonnen. Ich werde mich nicht an der Mannschaft abputzen, wir sind alle enttäuscht, weil wir uns heute etwas Luft verschaffen hätten können. Bei uns werden heute nur die wenigsten Spieler mit ihrer Leistung zufrieden sein."

    Stanislaw Tschertschessow (Wacker-Trainer): "Wir können nicht überall zaubern, haben aber zuletzt gegen den Ersten, Zweiten und Dritten insgesamt sieben Punkte gemacht. In der ersten Spielhälfte hatten wir genug Möglichkeiten. Wir müssen am Boden bleiben, ein 0:0 gegen die Austria ist ein gutes Resultat."

  • Mattersburg - Rapid

    Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): "Mattersburg hat in der ersten Hälfte die eine oder andere Chance mehr gehabt. In der zweiten Hälfte sind wir besser geworden. Es war ein gerechtes Unentschieden. Der Schiedsrichter hat eine Heimtendenz erkennen lassen. Man hat gemerkt, dass einige Spieler bei uns nicht hundertprozentig fit und ein bisschen müde sind. Am Ende fehlte es dann an Kraft und Konzentration, um zu gewinnen."

    Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Ich bin mit dem Spiel zufrieden, aber ich sehe das Remis auch mit einem weinendem Auge. Wir hätten uns drei Punkte verdient, aber wir können auch zufrieden sein, denn wir haben immerhin gegen den Meister und Champions-League-Teilnehmer gespielt. Man sieht, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden."

  • Ried -Admira

    Heinz Hochhauser (Ried-Trainer): "Das war eine sehr gute Leistung. Sensationell war das Tor von Seo, der wie ein Kugelblitz wieder auf die Beine gekommen ist - und auch das von Berchtold, er hat sein erstes Tor von außerhalb des Strafraums geschossen. Anfangs waren wir von der Spielanlage der Admira überrascht, aber wir haben uns nicht verunsichern lassen. Ich kann der Mannschaft nur gratulieren. Wir haben nun mit dem Abstieg nichts mehr zu tun."

    Robert Pflug (Admira-Trainer): "Es stellt sich die Frage, ob die Mannschaft den Auftrag erfüllt hat. Sie war ein Spiegelbild gewisser Herren. Die Admira ist am Scheideweg, im Winter muss nun eine neue Mannschaft aufgebaut werden mit Blickrichtung nächstes Jahr, die den Aufstieg in die Bundesliga wieder schaffen kann. Ob mit oder ohne Pflug müssen andere entscheiden. Das Konzept ist jedenfalls in der Schublade, denn so kann es nicht weitergehen. Der Abstieg ist wahrscheinlich, nur noch ein Wunder kann uns retten, deshalb muss man anders zu denken anfangen. Auch neue Spieler garantieren den Klassenerhalt nicht."

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