Chemie-Nobelpreisträger Smalley gestorben

7. November 2005, 12:59
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Amerikaner erhielt die Auszeichnung 1996 für die Entdeckung der "Buckyballs"

Houston - Der amerikanische Wissenschaftler Richard Smalley, der für die Entdeckung einer neuen Form von Kohlenstoff 1996 den Nobelpreis für Chemie erhalten hatte, ist tot. Nach Angaben der Rice Universität in Houston (Texas), wo Smalley als Professor tätig war, starb er an Leukämie, berichtete die "New York Times" am Samstag. Er wurde 62 Jahre alt. Mit dem US-Kollegen Robert Curl und dem Briten Harold Kroto hatte Smalley Mitte der 80er Jahre die so genannten Fullerene entdeckt. Die Forscher tauften die Moleküle "Buckyballs" - in Anspielung auf Kuppelbauten des Architekten Richard Buckminster Fuller.

Smalley, ein engagierter Verfechter der Nanotechnik, gründete 2003 die Firma Carbon Nanotechnologies. Von dem Ausbau der Nanotechnologie versprach er sich unter anderem neue Ansätze für die Energiegewinnung.

Vier Jahre vor dem Nobelpreis hatte Smalley den hoch dotierten Robert-A.-Welch-Preis gewonnen. Damals hieß es in der Begründung: "Smalley hat so viele bedeutende Entdeckungen gemacht, dass es eine imponierende Aufgabe wäre, sie alle aufzuzählen." Der von ihm entwickelte "Clusterstrahl-Generator", mit dem der Chemiker und seine Kollegen die ersten Fullerene herstellten, lockte Forscher aus aller Welt ins Labor des Wissenschaftlers in Houston. (APA/dpa)

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