Geldof stellte "Live 8"-DVD vor

3. November 2005, 16:10
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Am Donnerstagabend war dem Musiker zudem der "Man for Peace"-Preis der Gorbatschow-Stiftung zugesprochen worden

London/Berlin - Der irische Rocksänger Bob Geldof (54) hat die von ihm organisierten "Live 8"-Konzerte für Afrika als "das bisher größte Kulturereignis des 21. Jahrhunderts" gepriesen. Am Freitag stellte er die DVD des Mitschnitts der Konzerte, die am 2. Juli rund um den Globus erschallten, in Berlin vor. "Wer sich als Rock-Fan bezeichnet, aber diese DVD nicht in seiner Sammlung hat, der ist ein "fucking idiot"", sagte der Musiker. Wenige Stunden zuvor hatte er die DVD bei der Weltpremiere in London präsentiert.

Am Donnerstagabend war dem Musiker zudem der "Man for Peace"-Preis der Gorbatschow-Stiftung zugesprochen worden. Der Preis wird seit 1999 von der Stiftung des ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow und von weiteren Friedensnobelpreisträgern verliehen. Geldof erhält die Auszeichnung für sein Engagement gegen Armut und Hunger in Afrika. "Ich bin überwältigt und sehr stolz", kommentierte er die Mitteilung.

Das DVD-Set kommt am 4. November in den Handel und soll zwischen 40 und 50 Euro kosten. Ein "großzügiger Teil" der Erlöse werde in das Hilfsprojekt "Band Aid Trust" fließen, teilte der Musikkonzern EMI mit.

Geldof lobte das Engagement des scheidenden deutschen Kanzlers Gerhard Schröder (SPD) für die Entwicklungshilfe. Schröder habe anfangs zwar Bedenken gegen den Schuldenerlass für die ärmsten Länder gehabt, beim G-8-Gipfel in Schottland dann aber doch unterschrieben. Berlin habe trotz der angespannten Wirtschaftslage "einen großen Beitrag" geleistet.

Geldof hatte schon Mitte der 80er Jahre mit dem Konzertprojekt "Band Aid" für die Hungerhilfe in Afrika geworben. Der Musiker war auch schon als möglicher Außenseiter-Kandidat für den Friedensnobelpreis gehandelt worden.

Die Ehrung "Man for Peace" will er am 24. November in Rom beim Treffen der Friedensnobelpreisträger entgegennehmen. 2004 hatte der britische Sänger Cat Stevens den Preis erhalten. (APA/dpa)

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