Geldkatzen & Co

Redaktion, 9. November 2005, 19:52
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    Seit etwa hundert Jahren gängiges Modell der Geldbörse

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    Original-Geldkatze aus dem 18. Jahrhundert

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    Moderne Geldkatzen nach mittelalterlichem Vorbild

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    Moderne Form der Geldkatze

Beutel, Säkkel, Ranzen: Das Börsel fürs Geld entstand in der Antike

Seit der Antike sind Geldtaschen und -börsen bekannt. Ursprünglich handelte es sich dabei um einen Beutel (lat. sacculus), übrigens der ersten eigenständigen Taschenform überhaupt, der zumeist an den Gürtel gehängt, getragen wurde. Im Mittelalter entwickelten sich aus dieser ersten Geldbörsenform lange, schlauchartige Netze, "Säkkel" oder "Ranzen" genannt. Gleichzeitig wurden bereits um 1500 kleine Taschen mit festen Eisenbügeln und harte Geldbörsen aus Elfenbein, Email und Schildpatt gesichtet.

Der aufstrebende Handel- und Warenverkehr im 17. und 18. Jahrhundert brachte die Erfindung der "Geldkatzen" mit sich, die von Kaufleuten aus Sicherheitsgründen zum Transport des Geldes bevorzugt wurden. An der Rückseite des Gürtels waren Taschen aus Katzenbalg eingearbeitet, die sich unsichtbar und angenehm um den Körper schmiegten. Daneben waren die berühmten "Geldstrümpfe", gehäkelt oder aus Leder gefertigt, mit Eingriffsschlitz oder aus zwei ineinander verschiebbaren, einseitig zusammen genähten Lederschläuchen, in Gebrauch. Zur Zeit des Biedermeier erreichten die Geldstrümpfe durch kunstvolle Stickereien und Glasperlenverzierung einen künstlerischen Höhepunkt.

Aufwertung der Geldtasche

Überhaupt ist ab dem 18. Jahrhundert eine exzessive Aufwertung der Geldtaschen zu beobachten, die naturgemäß nur auf adelige und großbürgerliche Schichten zugetroffen hat. Die aus Leder hergestellten Börsen (frz. bourse, lat. bursa = Fell- oder Ledersack) wurden nun vorzugsweise mit Samt überzogen und mit Mottos oder Porträts bestickt oder mit Emailbildern verziert. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam die Petit-point-Stickerei, auch "Wiener Arbeit" genannt, auf. Hierbei handelt es sich um eine feine Perlsticharbeit auf Kanevas (=Gitterstoff), die auch für Handtaschen angewendet wurde.

Eine weitere Art der kunstvollen Verzierung waren gehäkelte oder aus Baumwolle genähte Beutel mit eingestrickten Glasperlen und ersten Metallbügeln zum Schließen. Ab den 1840er-Jahren kamen neue Verschlüsse auf, vorwiegend aus Metallrahmen und Leder. Beim "Brevete"-Verschluss, verballhornt aus dem frz. "brevet"-Patent, ein Wort, das auf den ersten aus Paris importierten Metallbügeln stand, war ein U-förmiger Bügel angebracht, der über beide Metallrahmen geklappt wurde.

In der Zwischenzeit hatte sich im deutschsprachigen Raum das französische Portemonnaie ("Geldträger") in der Oberschicht durchgesetzt. Nach 1870 gab es dann harte Geldbörsen mit einer Metallfeder, welche die Münzen hielt. Gleichzeitig wurde das Hartgeld immer mehr durch Geldscheine verdrängt, wodurch die Brieftasche in Gebrauch kam. Anfangs war es eine Geldscheintasche, für deren Machart die ehemalige Brief- (=Schreibpapier) Mappe Vorbild war. Kurz darauf begann sich das Überschlagsportemonnaie mit mehrteiliger Fächerung und mit einem Federschloss versehenen Fach für die Münzen durchzusetzen. (dabu)

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Der groBe Mann
00
8.11.2005, 20:44
... und ich hoffe auf ein Geldbörserl mit mehreren Fächern


für Münzen, damit ich sie sortieren kann -- so nach Eisen (mit Cu-Überzug), Bronze und Nickel zB

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