Miller muss Doping-Aussage erklären

16. November 2005, 11:41
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US-Star soll seine Äußerungen bezüglich Anwendung derzeit verbotener Substanzen der IOC-Kommission erläutern

Hamburg/Lausanne - Gesamt-Weltcupsieger Bode Miller soll der Athleten-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) seine umstrittenen Doping-Äußerungen erläutern. Die ehemalige schwedische Skirennläuferin Pernilla Wiberg soll als Mitglied dieses Gremiums mit dem US-Skistar sprechen, der vor dem Saisonauftakt für die Freigabe bestimmter verbotener Substanzen eingetreten war.

Sponsoren halten "Bode" die Treue

Finanziell werden die umstrittenen und vielfach kritisierten Aussagen Millers zunächst ohne Folgen bleiben: Die Sponsoren wollen ihm trotz negativer Schlagzeilen weiter die Treue halten. Der Vorsitzende der Athleten-Kommission, der frühere Stabhochspringer Sergej Bubka, reagierte jedoch verärgert. "Seine Aussagen sind wirklich verrückt, wir waren geschockt", sagte der Ukrainer. Er kündigte an, dass sich Wiberg bald mit Miller treffen werde. "Sie kennt diesen Sport, kann ihm unsere Position erklären und herausfinden, warum er so denkt", meinte der Weltrekordler.

Von Seiten der Geldgeber droht Miller kein Ungemach. "Unser Präsident war nicht wirklich erfreut über die Aussagen, aber das ist Bodes Art", sagte Fabio Fortina als Vertreter des italienischen Nudel -Herstellers Barilla. "Er kann sagen, was er will. Er ist wie ein Kobe Bryant", zog er einen Vergleich mit Millers Landsmann, dem populären Basketball-Star. Von Barilla erhält Miller dem Vernehmen nach über 800.000 Euro Grundgehalt im Jahr, mit Prämien soll sogar das Doppelte möglich sein. (APA,dpa)

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